Über 7000 Straftaten mit Corona-Bezug in NRW

Über 7000 Straftaten mit Corona-Bezug in NRW

Ingo Wünsch, neuer Chef des Landeskriminalamts NRW, spricht in seinem Büro. Foto: Henning Kaiser/dpa

Düsseldorf (dpa/lnw) - In Nordrhein-Westfalen sind mehr als 7000 Straftaten mit Bezug zur Corona-Pandemie registriert worden. Darunter seien über 1000 mutmaßliche Fälle von Subventionsbetrug mit Hilfe von Fake-Seiten, sagte der neue Chef des Landeskriminalamts, Ingo Wünsch, der Deutschen Presse-Agentur. Mit den Seiten waren im Internet Daten von Unternehmen abgezweigt worden, um die Coronahilfe umzuleiten.

Zudem sei der Enkeltrick in neuen Coronavirus-Varianten für den Betrug an älteren Menschen weiterentwickelt worden. „Das ist absolut perfide und unerträglich, wie es da einige auf ältere Menschen abgesehen haben“, sagte Wünsch. Bei Anrufen von Verwandten, die angeblich in Not seien, gelte die Grundregel: Immer erst Rücksprache mit den Verwandten selber halten - „egal welcher Druck da aufgebaut wird“.

Es gebe aber auch Bereiche, in denen die Pandemie zu einem deutlichen Rückgang der Straftaten geführt habe, etwa bei Wohnungseinbrüchen und Taschendiebstählen.