NRW

Wieder Demos mit Fridays for Future: Proteste im Kohlerevier

Freitag, 25. September 2020 - 03:01 Uhr

von dpa

Ein Teilnehmer steht mit einer Flagge mit dem Aufdruck „Fridays For Future“ bei einer Demonstration. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archiv

Köln/Düsseldorf (dpa/lnw) - Fridays for Future geht wieder auf die Straße - trotz Corona: Am Freitag sind an die 100 Aktionen in NRW geplant. Die Klimakrise warte nicht, bis die Pandemie vorbei ist, begründen die Aktivisten die Demonstrationen, zu denen landesweit Tausende erwartet werden. Nach längerer Demonstrationspause wegen der Corona-Pandemie ruft die Bewegung Fridays for Future heute wieder NRW-, bundes- und weltweit zu Klima-Demonstrationen auf. Geplant sind in NRW an die 100 Veranstaltungen mit Schwerpunkten in Bonn (ab 10.00 Uhr), Köln (12.00 Uhr) und Düsseldorf am Landtag (16.30 Uhr), wie die Organisatoren mitteilten. Alle Auflagen der Corona-Schutzverordnung würden dabei eingehalten, versicherte die Aktivistin Carla Reemtsma.

Es sei eine schwere Entscheidung gewesen, mitten in der Pandemie zum Klimastreik aufzurufen, sagten Reemtsma und der Aktivist Nick Heubeck der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Verantwortung zu übernehmen bedeutet für uns aber auch, dass wir nicht bis zum Ende der einen Krise warten können, um die andere anzugehen.“

Parallel ist im Rheinischen Braunkohlerevier von Freitag bis Sonntag mit Protesten gegen den Tagebau mit mehreren Tausend Teilnehmern zu rechnen. Die Initiative „Ende Gelände“ hat ein „Wochenende des zivilen Ungehorsams“ angekündigt und plant nach eigenen Angaben, Kohlebagger und Gas-Infrastruktur zu blockieren. „Wir kämpfen, bis die Verstromung aller fossilen Energieträgern gestoppt wird“, sagte eine Sprecherin.

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