Pflegefachkräfte gewinnen an Bedeutung

Pflegefachkräfte gewinnen an Bedeutung

Pfegefachleute sind systemrelevant. Sie arbeiten in der stationären oder ambulanten Akut- und Langzeitpflege, in Krankenhäusern und Altenheimen.

In Zeiten von Corona wird spürbar, wie systemrelevant die Pflegeberufe in der Gesellschaft sind. Mehr denn je werden Pflegefachkräfte und Menschen, die eine Pflegeausbildung antreten, gebraucht.

Durch das neue Berufsbild „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ werden die Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt. Pflegefachpersonen arbeiten in unterschiedlichen Versorgungssettings, vor allem in der stationären oder ambulanten Akut- oder Langzeitpflege.

In der Pflegeausbildung lernen die Auszubildenden die verschiedenen Versorgungsbereiche der Pflege kennen. Sie absolvieren unter anderem Einsätze im Krankenhaus, in Pflegeeinrichtungen oder bei ambulanten Pflegediensten. Als ausgebildete Pflegefachpersonen übernehmen sie fachlich anspruchsvolle und ihnen allein vorbehaltene pflegerische Aufgaben. Vorrangig sind das die Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs der zu pflegenden Menschen, die Organisation des Pflegeprozesses, die Durchführung pflegerischer und medizinischer Maßnahmen sowie die Qualitätssicherung der Pflege. Zudem zeichnet sich die Arbeit durch ein Zusammenwirken in multiprofessionellen Teams, also zum Beispiel mit Ärzten, Therapeuten oder mit Pflegehelfern aus.

Die Ausbildung in einem Pflegeberuf bietet verschiedene Wahl- und Vertiefungsmöglichkeiten. So haben die Auszubildenden, die sich für einen Vertiefungseinsatz im Bereich der Pflege alter Menschen oder der Pflege von Kindern entscheiden, vor dem letzten Ausbildungsjahr die Wahl: Entweder sie führen die generalistische Ausbildung, die sie zur Pflege von Menschen aller Altersstufen befähigt, fort und erhalten den Berufsabschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ oder sie entscheiden sich für eine Neuausrichtung. Dann sind die theoretische und praktische Ausbildung im letzten Ausbildungsjahr auf Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder auf Altenpflege ausgerichtet. Ihr Berufsabschluss lautet dann entsprechend „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger oder Altenpfleger“.

Für den Einstieg in die berufliche Pflegeausbildung sollte ein mittlerer Schulabschluss, eine sonstige zehnjährige allgemeine Schulbildung oder ein gleichwertiger Abschluss vorliegen. Da in der Pflege die Arbeit mit Menschen im Mittelpunkt steht, was gleichzeitig umfassende soziale und fachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten erfordert, erleichtert ein Interesse an pflegerischen und medizinischen Themen und Eigenschaften wie Kommunikationsstärke, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein den Start in die Pflegeausbildung.

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