Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Jugendforum

„Gefühl, dass unsere Meinung gehört wird“

Zahlreiche Haupt- und Ehrenamtliche bereiteten die Jugendforen vor

Donnerstag, 14. Februar 2019 - 16:55 Uhr

Foto: Wolfgang Attermeyer

Ehrenamtliche Jugendliche und hauptamtliche junge Erwachsene engagierten sich als Team für die Planung der Jugendforen.

Nur das kleine Namensschild am Pullover verriet, dass einige Jugendliche und junge Erwachsene bei den Jugendforen seit Dienstag eine besondere Rolle hatten. Sie gehörten zwar auch zur Zielgruppe der Veranstaltung, aber eben auch zum großen Team der Haupt- und Ehrenamtlichen, die die dreitägige Veranstaltung vorbereitet hatten und für einen reibungslosen Ablauf des Plans sorgten. Fast zwei Jahre Vorlauf hatte es gegeben bis zum Startschuss des Forums am Dienstagmorgen.

Für Dirk Holtmann vom Stadtjugendring war das aber „nicht zuviel“. Nach dem Auftakt-Workshop im März 2017 stellte das Team den Kontakt zu den Schulen her, um Kinder und Jugendliche einzubinden. Und das war neu: Der dritte Kinder- und Jugendförderplan war 2013 noch weitgehend ohne sie aufgestellt worden. Den Fehler wollte man bei der vierten Auflage für den Zeitraum von 2021 bis 2026 nicht erneut machen. Parallel zur Lenkungsgruppe gründete sich im Juni 2017 ein Jugendteam, das den Entwicklungsprozess des Kinder- und Jugendförderplans begleitet und aus jugendlicher Sicht geprägt hat.

„Das hat funktioniert“

Durch die Kooperation mit Schulen landete das Thema in den Klassenzimmern und sogar im Unterricht; jede Klasse entsendete am Ende zwei Delegierte. „Das hat funktioniert, fast alle waren an den Tagen da“, resümierte Holtmann.

Im Frühjahr 2018 kam die Befragung von Kindern und Jugendlichen dazu; die Ergebnisse aus dem „Fragebogen zur Ermittlung des Ist-Zustandes und Formulierung von Bedarfen“ liegen vor. Den Jugendforen in dieser Woche folgen noch Miniforen in den Grundschulen (Frühjahr) sowie die Überarbeitung der „Richtlinien zur Förderung freier gemeinnütziger Träger der Jugendarbeit der Stadt Rheine“ (Herbst 2019).

In den Tagen des Jugendforums war allen Organisatoren die Begeisterung deutlich anzumerken. Nicht nur die funktionierenden Abläufe, sondern auch das Zutun der Delegierten in den Workshops sorgten schnell für Stellwände voller Notizen. „Viele denken, sie werden nicht gehört“, kennt Lara May aus dem Vorstand des Stadtjugendrings die Vorurteile. „Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass Meinung von Jugendlichen wichtig ist und sie gehört wird.“

Zuversichtlich in die Zukunft

Die Motivation der Beteiligten ähnelt sich in vielen Fällen. Sie engagieren sich bereits ehrenamtlich, sind politisch interessiert oder teilen Überlegungen, wie man die Bedarfe von jungen Menschen in der Emsstadt erfüllen kann. Nico Kemper meinte während des Forums: „Ich habe jetzt gemerkt, dass viele etwas bewegen können.“ Und Angelique Köhler hat sogar das Gefühl, „dass sich etwas bewegt“. Beim Blick in die Zukunft herrscht Zuversicht, „auch wenn manches zwei oder drei Jahre dauert“, sagte Nico Kemper. „Wir setzen uns da auch für die Jüngeren ein.“ Lara May ist sich sicher, dass man manches „anstoßen und daran mitarbeiten kann. „Vielleicht können wir auch schon vor 2021 anfangen.“

Der Jugendhilfeausschuss wurde erstmalig im September 2017 über das Kinder- und Jugendförderplanverfahren informiert – und auch weiterhin bis zur Verabschiedung des Plans. Die nächste öffentliche Sitzung findet am 16. Mai im Rathaus statt. Thema: die Ergebnisse der Jugendforen.

Vorbereitung und Durchführung der Jugendforen

Beteiligte an der Vorbereitung und Durchführung der Jugendforen:

Das Jugendteam

Alexandra Kern

Ali Al Charif

Alina Tröger

Angelique Köhler

Ella May

Ismail Volkan

Jermaine Hauser

Lara May

Maren Lücker

Nico Kemper

Robin Weber

Sara Schulte-Westenberg

Simone Simon

Die Hauptamtlichen

Annette Wiggers, Diana Möllers, Oliver Jansen, Carolin Kirchhoff, Verena Meemann, Christina Müller (Jugendamt der Stadt Rheine)

Medina Atalan (Jugendhilfeplanerin der Stadt Rheine)

Dirk Holtmann (Stadtjugendring Rheine)

Eva Schneider, Carsten Timpe, Philipp Saatkamp (Jugendzentrum Jakobi)

Sascha Hönekamp, Melanie Fischer und Miriam Alters (Kath. Jugendwerk Rheine)

Lisa Uzun (Kath. Jugendwerk Mesum)

Anika Brüggemann, Antonia Richter, Rebecca Hinnah (Jugend- und Familiendienst Rheine)


Die Kommentarfunktionalität ist um diese Uhrzeit deaktiviert.