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Jugendforum

Was wünschst Du Dir in Rheine?

Jugendforum in der Emsstadt

Montag, 11. Februar 2019 - 18:00 Uhr

von Chiara Pas

Eine Diskothek? Ein Parcours-Gelände? Oder doch lieber alternative Shopping-Möglichkeiten in der Innenstadt? Was wünschen sich Jugendliche für ihre Heimatstadt Rheine? Diese Frage diskutieren ab Dienstag Schüler aller Jahrgangsstufen in den Jugendforen 2019.

Foren in Stadthalle und Waldorfschule

Von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 9 bis 13 Uhr, können Rheines Jugendliche die Zukunft ihrer Stadt selbst mitgestalten. Die Foren finden in der Stadthalle und in der Waldorfschule statt. Jede Schule entsendet zwei Vertreter pro Jahrgangsstufe. Am Dienstag sind die Schüler der 8. und 9. Klasse dran, Mittwoch folgen die Zehntklässler und die Oberstufenschüler, am Donnerstag bilden die 5. bis 7. Klassen die letzte Gruppe.

Auf der Tagesordnung: die Gestaltung des Kinder- und Jugendförderplans 2021 bis 2026. Dieser Plan wird alle fünf Jahre von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Trägern der Jugendarbeit und einem Jugendteam aus 13 Jugendlichen erstellt. Er besagt, was die Rheiner Jugendlichen sich für ihre Stadt wünschen und welche Projekte Verwaltung und Politik in den kommenden Jahren in die Hand nehmen sollten.

400 Jugendliche sagten, was sie sich wünschen

Seit März 2018 beschäftigt sich eine Lenkungsgruppe aus Mitarbeitern des Jugendamtes und Vertretern der Jugendarbeit (Stadtjugendring, Jfd, Katholisches Jugendwerk und Jugendzentrum Jakobi) mit dem neuen Förderplan. Für ein Meinungsbild darüber, wie die Jugendlichen ihre Heimatstadt sehen, wurden im Frühjahr 2018 etwa 1.000 junge Menschen im Alter von zehn bis 18 Jahren aufgefordert, an einer Befragung teilzunehmen.

Etwa 400 Antworten hat die Stadt Rheine erhalten, die Ergebnisse lagen im September vor. „Damit können wir gut arbeiten“, erläuterten Raimund Gausmann, Beigeordneter der Stadt Rheine, und Jugendamtsleiterin Annette Wiggers im MV-Gespräch.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen unter anderem das Freizeitverhalten der Rheiner Jugendlichen sowie die Zeit, die sie für Hobbys zur Verfügung haben.

Schule nimmt viel Platz ein

Denn die Schule nimmt viel Platz im Alltag der Kinder und Jugendlichen ein: Etwa 44 Prozent der Befragten gaben an, 36 bis 40 Wochenstunden in der Schule zu verbringen, rund 27 Prozent sind 31 bis 35 Stunden in der Woche in der Schule, 14 Prozent sogar über 40 Stunden.

Die verbleibende Zeit verbringt Rheines Jugend meist mit den eigenen Hobbys: Etwa zehn Stunden und mehr sind in der Woche drin – wenn es nach 33 Prozent der Befragten geht. 27 Prozent der Jugendlichen hat sieben bis neun Stunden in der Woche für Hobbys. 21 Prozent der jungen Leute gaben drei bis sechs Wochenstunden an, bei 20 Prozent sind es sogar unter drei Stunden.

Die Hobbys selbst sind dabei bunt gemischt: Fußball und Vereinssport sowie Musik sind die Spitzenreiter. Aber auch Tanzen, PC spielen, Reiten und Fitness sind beliebt. Viele zählen sogar ihren Nebenjob als Hobby.

„Trotzdem besteht Handlungsbedarf“

Und wie bewerten die Jugendlichen die Möglichkeiten, die ihre Heimatstadt ihnen bietet? In Schulnoten wäre es eine Drei plus, geht aus der Befragung hervor. „Der Wert ist relativ hoch und bereits besser als in der vorherigen Befragung“, sagten Gausmann und Wiggers. „Trotzdem besteht natürlich Handlungsbedarf.“

Und den sehen die Jugendlichen, die an der Befragung teilgenommen haben, an folgenden Stellen: Sie wünschen sich alternative Sportliche oder kreative Angebote, Orte ohne erwachsene Aufsichtsperson, mehr WLAN in der Innenstadt, einen ausgedehnten Busfahrplan sowie Diskotheken und Clubs.

Die Wünsche der Kinder und Jugendlichen sind also vielfältig. Ab Dienstag sammeln die Schüler nun Ideen, wie sich diese Wünsche umsetzen lassen können. Die Veranstalter haben dafür vielfältige Workshops geplant. Die Themenbereiche: Freizeit, Hobbys, Ferien, Partys, politische Beteiligungsmöglichkeiten, flexible Mobilität, Sicherheit (im Internet), ehrenamtliches Engagement, Kultur und Kreatives sowie digitale Medien. „Die Ergebnisse der Workshops werden dann auch maßgeblich in dem Kinder- und Jugendförderplan verankert“, erläutert Wiggers.

Auch wir wollen von euch wissen, was Ihr euch in Rheine wünscht. Macht einfach mit bei unserer Instagram-Aktion!

Auf die Jugendforen, die in dieser Woche stattfinden, sollen zusätzliche Diskussionsrunden in den Grundschulen folgen. Bis zum Herbst soll der Jugendförderplan dann ausgearbeitet werden.

Wir halten euch auf dem Laufenden: Auf unserem Instagram-Account „mv_digital“ gibt es alle aktuellen Infos zu den Foren. Wie ihr selbst eure Wünsche für das zukünftige Rheine äußern könnt, lest ihr unten auf der Seite.


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