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Emsdetten

Bitte tief Luft holen

Fitness für die Lunge

Mittwoch, 13. Mai 2020 - 14:30 Uhr

von Newsdesk

Foto: UKM Marienhospital Steinfurt

Andrea Wegmann leitet die Physikalische Abteilung am UKM Marienhospital Steinfurt und zeigt hier eine Übung, um die Atemorgane zu stärken. Im Video zeigt sie weitere Übungen.

Gerade Angehörige von Risikogruppen sollten die Aufforderung, zu Hause zu bleiben sehr ernst nehmen. Und viele befolgen diesen Rat auch. Sie verlassen ihre Wohnung nur noch für die nötigsten Angelegenheiten oder verzichten sogar ganz auf aushäusige Aktivitäten. So besteht allerdings die Gefahr, dass sie Gesundheit einbüßen, erläutert das UKM Marienhospital Steinfurt, das in Emsdetten die Psychosomatische Abteilung im ehemaligen Marienhospital betreibt. Dabei sei Fitness eine wichtige Voraussetzung, um die akute Phase der Covid-19-Erkrankung zu meistern.

Video

Lungentraining mit Physiotherapeutin

Covid-19 ist eine Lungenerkrankung. Sie wird durch das Corona-Virus ausgelöst, das sich in den Atemwegen festsetzen und in die Lunge wandern kann. Die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln, aber auch die Kontakteinschränkungen sollen die Ausbreitung des Virus verhindern.

Viele Menschen fragen sich dennoch, was sie schon jetzt tun können, um im Fall der Ansteckung die Lungenerkrankung besser zu überstehen. Andrea Wegmann ist Physiotherapeutin am UKM Marienhospital Steinfurt. Sie sagt: „Mit einem gezielten Lungentraining können die Betroffenen versuchen, ihre Atemorgane zu stärken“, und empfiehlt besondere Dehnungs- und Kräftigungsübungen, die Betroffene zu Hause zusätzlich zu ihren täglichen Fitnessübungen absolvieren können.

Eine Übung macht Andrea Wegmann vor: Die Arme werden mit der Einatmung zur Decke gestreckt und mit der Ausatmung seitlich wieder abgesenkt. „Das sollte man drei bis fünf Mal durchführen und vor der nächsten Übung eine lockernde Pause einlegen. Die Übung kräftigt die seitliche Muskulatur des Brustkorbes“, erklärt sie.

Wegmann räumt ein, dass diese Übungen nicht vor der Erkrankung schützen, doch sie ist sicher, dass mit der Verbesserung der Lungenleistung die Chance besteht, die Folgen einer möglichen Erkrankung abzumildern. „Wer tiefer Luft holt, nutzt seine Lunge bis in die Spitzen“, sagt Andrea Wegmann. Mit der normalen Atmung werden etwa zwei Drittel Lunge mit frischer Luft versorgt. Das letzte Drittel wird erst durch tiefe Atemzüge belüftet.


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