Keine Anhaltspunkte für Brandstiftung

Keine Anhaltspunkte für Brandstiftung

Nach dem Großbrand beim Entsorgungsunternehmen Lohmann hat am Dienstag die Polizei die konkreten Ermittlungen vor Ort aufgenommen, nachdem die Brandstelle von der Feuerwehr für Untersuchungen freigegeben worden war.

Den Brandermittlern war es damit am Dienstagmittag erstmals möglich, unmittelbar an den Brandort heranzutreten. Die dortigen Untersuchungen waren nach Aussagen der Polizei jedoch nur bedingt möglich. „Die Menge des abgebrannten Materials bzw. der Überreste lassen eine Suche darin nach einer möglichen Ursache nicht zu. Bei den bisherigen Recherchen und Befragungen haben sich keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung ergeben“, heißt es in der Polizeimeldung. Eine konkrete Aussage zur Brandursache könne derzeit nicht getroffen werden. „Möglicherweise war eine Selbstentzündung brandursächlich.“

Schadenshöhe unklar

Auf dem Areal sind neben Gelben Säcken überwiegend Textilreste verbrannt. Den Sachschaden sowie die Kosten für die jetzt anfallenden Entsorgungen/Reinigungen/Aufräumarbeiten konnte die Polizei am Dienstag nicht abschätzen. Gebäude sind bei dem Brand nicht beschädigt worden.

Warnung aufgehoben

Die Warnung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV), Fenster und Türen geschlossen zu halten, wurde am Dienstagmorgen aufgehoben. Obst und Gemüse aus den Gärten, das sichtbar mit Rußpartikeln bedeckt ist, sollte zunächst laut LANUV weiterhin nicht verzehrt werden. Diese vorsorgliche Empfehlung gelte insbesondere für die südöstlich von Emsdetten gelegenen Bereiche in Richtung Hembergen, Saerbeck und Westladbergen, bis die abschließenden Analyseergebnisse vorliegen. Dies könne mehrere Tage dauern.

Über die abschließenden Analyseergebnisse werde umgehend informiert, sobald diese vorliegen. Bei Fragen steht die Stadt Emsdetten zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses unter Telefon 02572/922-0 zur Verfügung.