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Neuenkirchen

Kreissparkasse Steinfurt warnt vor neuer Betrugsmasche

Falsche Mitarbeiter rufen an

Freitag, 24. April 2020 - 15:00 Uhr

von Newsdesk

Foto: MV-Archiv

Die Sparkasse warnt vor einer neuen Betrugsmasche: Falsche Mitarbeiter rufen an und fragen Zugangsdaten für Bankkonten ab. Die Bank rät dringend davon ab, vertrauliche Daten wie TAN-Nummern oder Passwörter am Telefon oder über andere Kanäle an Dritte weiterzugeben.

Die Kreissparkasse Steinfurt warnt aktuell vor Betrügern, die per Telefon Zugangsdaten für Bankkonten abfragen. Die Bank rät dringend davon ab, vertrauliche Daten wie TAN-Nummern, Passwörter oder PIN-Nummern am Telefon oder auch über andere Kanäle an Dritte weiterzugeben.

Betrüger gibt sich als Mitarbeiter aus

Bei einem jüngsten Fall meldete sich ein Betrüger bei einer Kundin. Er gab sich als Mitarbeiter der Kreissparkasse Steinfurt aus, und auch im Display wurde die vermeintlich richtige Nummer des Kreditinstitutes angezeigt. Der Anrufer wies die Kundin auf „auffällige Bewegungen“ auf ihrem Konto hin, die mit einem so genannten Phishingversuch vor wenigen Tagen per E-Mail zu tun hätten. Aus diesem Grund müsse das TAN-Verfahren, dass für die Freischaltung von Überweisungen und anderen Aktivitäten im Online-Banking genutzt wird, überprüft werden. Der Betrüger bat die Kundin, Kontodaten am Telefon durchzugeben. Da die Kundin von der Echtheit des Sparkassen-Beraters ausging, gab sie die gewünschten Daten weiter. So konnte der Betrüger wahrscheinlich in Kombination mit einem Hackerangriff auf den Computer der Kundin auf das Konto der Kundin zugreifen.

Nachdem der Anrufer die Daten erhalten hatte, sagte er, dass die neuen Daten für das Online-Banking und das TAN-Verfahren nun per Post zugeschickt werden – und legte direkt auf. Das kam der Kundin seltsam vor und sie überprüfte ihr Konto, von dem in diesem Moment mehr als 5.000 Euro abgebucht worden waren. Sie meldete sich noch am Abend bei der Kreissparkasse, die die Überweisung nachverfolgt und bereits zurückerstattet hat.

„Unsere Berater fragen niemals solche Daten ab“

„Uns ist bekannt, dass Betrüger aktuell auch bei anderen Kreditinstituten mit dieser Masche unterwegs sind. Daher ist es uns wichtig, die Menschen im Kreis Steinfurt zu warnen und zu sensibilisieren“, sagt Rainer Langkamp, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Steinfurt. Er rät dringend davon ab, vertrauliche Daten wie TAN-Nummern, Passwörter oder PIN-Nummern am Telefon oder auch über andere Kanäle an Dritte weiterzugeben. „Unsere Berater fragen niemals solche Daten ab und fordern unsere Kunden nie dazu auf, ihre TAN-Nummern durchzugeben. Wer nach diesen Daten fragt, ist in betrügerischer Absicht unterwegs“, sagt Langkamp.

Ersten Erkenntnissen zufolge haben die Betrüger vor dem Anruf am Dienstagabend den Computer der Kundin über eine Phishing-E-Mail gehackt und über diesen Weg verschiedene Daten gestohlen. Um das zu verhindern, gibt die Sparkasse folgende wichtige Hinweise:

Ignorieren Sie E-Mails, SMS und App-Nachrichten von unbekannten Absendern.

  • Öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge, diese können Schadsoftware enthalten.
  • Folgen Sie niemals den Links aus solchen Nachrichten heraus.
  • Geben Sie auf diesen Internetseiten keine sensiblen Kontodaten ein.
  • Tippen Sie die Internet-Adresse Ihrer Sparkasse immer selbst ein.

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