Rheine

Blutkonserven werden knapp

Angst vor Corona hält offenbar viele Spender zurück

Mittwoch, 29. Juli 2020 - 17:58 Uhr

von Newsdesk

Foto: DRK Blutspendedienst

Sommerflaute und außerdem Corona – diese Kombination führt zu dramatischen Engpässen bei der Versorgung mit Blutkonserven.

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz (DRK) steht in diesem Sommer vor einer noch größeren Herausforderung als bisher schon. Die Corona-Pandemie und die Ferienzeit verschärfen die Situation. Einerseits benötigen die Krankenhäuser Blut in Therapie und Notfallversorgung zur Behandlung der Patienten, andererseits kann der DRK-Blutspendedienst den Bedarf kaum decken. Deshalb starten die DAK-Gesundheit und das DRK jetzt eine Informationskampagne. Ziel ist es, mehr Menschen zur Blutspende zu motivieren. Der DRK-Blutspendedienst hat seit Beginn der Corona-Pandemie seine Abläufe angepasst, um die Sicherheit für alle Beteiligten zu garantieren.

Täglich werden im Kreis Steinfurt Blutkonserven benötigt. „Wir appellieren an alle, die es können: Spendet Blut, um Leben zu retten und notwendige Operationen zu ermöglichen“, bittet Dirk Marker, Leiter der DAK in Rheine.

Spenden wegen Corona abgesagt

Viele geplante Termine für Blutspenden mussten wegen der Pandemie gestrichen werden. Die Sommerferien verschärfen nun das Problem, weil viele Stammspender in den Urlaub fahren. Ein Dilemma, aus dem es aktuell nur einen Ausweg gibt: Die Blutspendetermine, die weiterhin öffentlich angeboten werden, müssen ausreichend angenommen werden. Einige Möglichkeiten für Spendeaktionen wie Blutspendetermine in Firmen oder an Schulen und Universitäten existieren nicht mehr. Viele Spendelokale sind so eng, dass der Mindestabstand nicht gewährleistet wäre. „Da auch der DRK-Blutspendedienst davon ausgeht, dass die Corona-Krise noch lange nicht vorbei ist, zeichnet sich für den Rest des Jahres ebenfalls ein düsteres Bild beim Blutspendeaufkommen“, so Marker.

Die Abläufe bei den Blutspendeterminen wurden angepasst, um diese für alle Beteiligten sicher zu halten. Vor der Blutspende werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert (HB-Wert) überprüft. Zum Blutspendetermin bitte, auch als langjähriger Spender, unbedingt den Personalausweis mitbringen. Im Labor des Blutspendedienstes folgen Untersuchungen auf verschiedene Infektionskrankheiten, jedoch nicht auf das Coronavirus oder Antikörper des Virus im Blut. Blutübertragungen (Bluttransfusionen) sind für die Patienten nicht gefährlich.

Blutspendetermine in Wohnortnähe sowie weitere Informationen finden potenzielle Blutspender unter www.blutspende.jetzt.de. Die nächsten Blutspendetermine finden am 28. August, von 16.30 bis 20.30 Uhr in der Marienschule in Hauenhorst, am 22. September von 16.30 bis 20.30 in der Johannesschule in Elte und am 12./13./14. Oktober von 15.30 bzw. 9 bis 20 Uhr in der Euregio-Gesamtschule in Rheine statt.


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