Rheine

Corona hält sich in Schulen zurück

Stadt legt Zahlen für November und Dezember vor

Dienstag, 11. Januar 2022 - 17:30 Uhr

von Wolfgang Attermeyer

Foto: dpa

Test-Neuerung an Grundschulen: An den jeweiligen Testtagen werden nun jeweils eine Pool- und zusätzlich eine Einzelprobe im Rahmen der PCR-Lolli-Testung abgegeben. Damit kann im Falle einer Infektion (positiver Klassenpool) schneller reagiert werden.

Die Schulen bleiben auch nach den Ferien weitgehend vom Coronavirus verschont. Am Montag, dem ersten Tag nach den Weihnachtsferien, wurde an den Grund- und weiterführenden Schulen die ausgeweitete Testpflicht umgesetzt – mit der Folge, dass nicht nur alle Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal auf Corona getestet wurden. Auch für Geimpfte und Genesene ist die Teilnahme an den regelmäßigen Tests nun vorerst Pflicht.

Mit Blick auf die aktuellen Laborergebnisse waren bei der Stadt Rheine als Schulträger bis zum Dienstagmittag keine sprunghaften Anstiege zu verzeichnen. „Uns liegen nach den Pooltests in den Grundschulen bislang keine Meldungen über positive Fälle vor“, sagte Stadtsprecherin Michaela Hövelmann auf Anfrage unseres Medienhauses. Gleiches gelte für die weiterführenden Schulen. Allerdings stände noch ein Teil der Ergebnisse aus, ergänzte sie. Am Nachmittag trudelten dann insgesamt elf positive Tests vom Montag und Dienstag ein – allesamt am Kopernikus-Gymnasium.

Hauptteil aller Proben war negativ

Fest steht aber: Der Hauptteil aller Proben war negativ. Damit setzt sich das sehr moderate Corona-Geschehen an den Rheiner Schulen fort. Nach einer Auflistung, die am Mittwochabend auch in der Sitzung des Schulausschusses (17 Uhr, Rathaus) Thema ist, gab es im Zeitraum vom 6. November bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 24. Dezember 2021 insgesamt 33 bestätigte Corona-Infektionen unter Schülerinnen und Schülern an allen Schulen der Stadt. „Spitzenreiter“ dieser Liste ist das Kopernikus-Gymnasium mit lediglich neun Fällen im besagten Zeitraum, an der Johannesschule Eschendorf wurden sieben Fälle registriert, Nelson-Mandela-Schule und Canisiusschule kamen auf je drei Infektionen. An mehreren Schulen lag die Zahl der infizierten Schülerinnen und Schüler nur bei eins oder zwei. Viele Schulen blieben in dieser Zeit sogar komplett von Coronafällen verschont.

Die 33 bestätigten Fälle aus den beiden Monaten verteilen sich darüber hinaus recht gleichmäßig über die verschiedenen Jahrgänge 1 bis 10 sowie Oberstufe. Interessante Randnotiz: In den 9. und 10. Klassen wurde im November und Dezember kein einziger Coronafall festgestellt.

Veränderte Teststrategie nach den Weihnachtsferien

Die neue Teststrategie an Schulen gilt seit dem 10. Januar sowohl bei den dreimal wöchentlichen Testungen mit Antigen-Selbsttests an weiterführenden Schulen – als auch bei den zweimal wöchentlichen PCR-Pool-Tests („Lolli-Tests“) an Grund- und Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe. Um hier im Falle einer Infektion schneller reagieren zu können, werden an den jeweiligen Testtagen jeweils eine Pool- und neuerdings zusätzlich eine Einzelprobe im Rahmen der PCR-Lolli-Testung abgegeben. Damit entfällt das Abgeben der Einzelproben am nächsten Morgen, sollte ein Klassenpool positiv sein. Darüber wurden die Eltern und Erziehungsberechtigten von Grundschulkindern bereits im Dezember informiert. Im Gegenzug sollten sie Klassen- oder Schulleitungen eine Rückmeldung zu möglichen Impfungen oder Infektionen in der Ferienzeit geben.

Weitere Maßnahmen gelten unverändert

Weitere Maßnahmen wie das Lüften der Klassenräume sowie die Maskenpflicht in Schulgebäuden und im Unterricht gelten weiterhin unverändert. „Die engmaschigen Testungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass unsere Kinder und Jugendlichen auch während der Pandemie ihr Recht auf Bildung in den Schulen wahrnehmen können“, sagte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer. Zum Schulstart verfügten demnach alle Schulen über eine ausreichende Anzahl sensitiver Tests und hochwertiger Testmaterialien.

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