Rheine

Einbrecher mögen die dunkle Jahreszeit

So schützen Sie ihr Haus

Mittwoch, 16. September 2020 - 14:00 Uhr

von Newsdesk

Foto: dpa

Ein unbeleuchtetes Haus signalisiert Einbrechern, dass niemand daheim ist.

Es wird wieder früher dunkel als noch vor wenigen Wochen. Und damit erhöht sich auch die Gefahr von Einbrüchen. Wie Einwohner ihr Haus sicher machen, darüber informiert das Polizei-Netzwerk „Zuhause sicher“.

Ein unbeleuchtetes Haus verrät Einbrechern zum Beispiel direkt und offensichtlich: Hier ist aktuell niemand zuhause. Der Beginn der dunklen Jahreszeit ist damit ein guter Anlass bei Fenstern und Türen anzufangen. Diese sollten selbstverständlich immer verschlossen sein, rät die Polizei – egal, ob man nur kurz zum Bäcker geht oder für längere Zeit das Haus oder seine Wohnung verlässt.

Einbrecher scheuen Konfrontation

Liegen im Winter Unmengen von unberührtem Schnee auf der Auffahrt, quillt der Briefkasten vor Post über oder hängt eine Notiz für den Paketboten an der Tür, die Sendung bitte nebenan abzugeben, kann das sehr einladend auf Einbrecher wirken. Denn Einbrecher scheuen die Konfrontation mit den Bewohnern und ergreifen eine Einbruchsgelegenheit, wenn sie glauben, keiner sei zuhause.

Empfehlenswert ist daher, auf Abwesenheitsnotizen zu verzichten, für die Urlaubszeit die Zeitung abzubestellen und einen Nachbarn um Hilfe zu bitten, bei Bedarf Schnee zu schippen oder den Briefkasten zu leeren.

Auch mit technischen Tricks lässt sich Anwesenheit simulieren. Mit Hilfe beispielsweise von SmartHome-Systemen werden Lampen nacheinander angeschaltet, die Jalousien mit Beginn der Dämmerung automatisch heruntergelassen, oder auch der Fernseher zeitweilig eingeschaltet. All das schreckt Einbrecher ab.

Durchschaut ein Einbrecher diese Täuschung und trifft die Entscheidung, in eine Wohnung einzusteigen, ist es mechanische Sicherheitstechnik an Fenstern und Türen, die den Täter wirksam aufhalten kann. Ob einbruchhemmende Beschläge, Mehrfachverriegelungen oder abschließbare Fenstergriffe – die mechanische Sicherheitstechnik kann dafür sorgen, dass der Einbruch im Versuch stecken bleibt.

Mechanische Sicherheitstechnik ist grundlegend

Wie kann ein Einbruchschutzkonzept konkret für das eigene Zuhause aussehen? – „Lassen Sie sich von den Fachberatern Ihrer örtlichen polizeilichen Beratungsstelle beraten. Sie informieren kompetent und neutral zu Täterarbeitsweisen, Schwachstellen an Ihrem Wohnobjekt und sprechen Empfehlungen zur Sicherung aus“, erläutert Carolin Hackemack, Geschäftsführerin des Netzwerkes „Zuhause sicher“. Der gemeinnützige Verein ist eine Plattform für Polizei, Handwerk, Industrie und Versicherungswirtschaft, um sich für Einbruchschutz und Brandschutz in Häusern und Wohnungen gesellschaftlich zu engagieren. Die Basis für dieses Engagement bildet die polizeiliche Empfehlungspraxis.

Nach dieser ist geprüfte, mechanische Sicherheitstechnik grundlegend für die Absicherung von Haus und Wohnung. Sinnvoll ergänzen kann man die Mechanik bei Bedarf um geprüfte elektronische Sicherungen. Gemeinsam mit Maßnahmen der Verhaltensprävention können Einbrechern wirksame Hürden entgegengestellt und das Einbruchsrisiko minimiert werden.


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