Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Rheine

Feuer in Fabrikhalle

100 Einsatzkräfte bei Brand an der Christianstraße

Sonntag, 19. Mai 2019 - 12:53 Uhr

von Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Es hatte mit einer unklaren Rauchentwicklung angefangen: Rund 100 Einsatzkräfte waren am späten Samstagabend bei dem Brand einer Fabrikhalle an der Hovestraße gefordert. Aus bislang ungeklärter Ursache war dort ein das Zwischengeschoss der Halle in Brand geraten, auch die anliegende Bebauung war teilweise in Brand geraten.

Eng und unübersichtlich

Als die hauptamtliche Wache der freiwilligen Feuerwehr am Samstagabend um 21.53 Uhr zu einer unklaren Rauchentwicklung an der Christianstraße alarmiert wurde, war der gemeldete Rauch zwar im Nahbereich der Einsatzstelle deutlich sichtbar, dennoch schien der Einsatz zunächst unspektakulär. Der Rauch stieg aus dem Bereich zwischen der Wohnbebauung und der angrenzenden Fabrikhalle des Windhoff-Areals an der Hovestraße empor. Nur ein paar wenige Meter trennen Wohnhäuser und Fabrikhalle an dieser Stelle, alles ist eng und unübersichtlich. Feuerwehr und Polizei gingen offenbar zunächst davon aus, dass eine Garteneinrichtung, möglicherweise eine kleine Gartenhütte, in Brand geraten sein könnte.

Doch kaum war die Drehleiter in Stellung gebracht und der Löschangriff in Gang, war im Dachbereich der Fabrikhalle auf mehreren Metern ein deutlicher Flammenschein sichtbar, was die Lage für die Einsatzkräfte ad-hoc gravierend veränderte, wie Johannes Hellermann, Leiter der Feuerwehr und im späteren Verlauf auch Einsatzleiter, erklärte: „Im Laufe des Einsatzes wurden mehrere Stichworterhöhungen reingegeben – es fing an mit ‚Brand klein‘ an, dann ‚Brand mittel‘ und zum Schluss ‚Brand groß‘. Wir stehen hier also vor dem Brand eines 2.000 Quadratmeter großen Industriebetriebes.“

Video

Feuer in Fabrikhalle

Karte

Nach dem Übergreifen der Flammen auf die Fabrikhalle seien mit den Einsatzstichworterhöhungen sofort weitere Löschzüge und Kräfte der freiwilligen Einheiten aus dem gesamten Stadtgebiet nachalarmiert worden, auch die zweite Drehleiter konnte so rasch für eine Riegelstellung zum Schutz der weiteren umliegenden Bebauung in Stellung gebracht werden, die Brandausbreitung in der Halle für Metallverarbeitung erforderte schließlich sogar einen so genannten Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Rheine. Hellermann: „Bei Eintreffen war ein Ausbreiten auf die Wohngebäude bereits geschehen und auf die angrenzende Garteneinrichtung.“

Vollsperrung der Hovestraße

Wie der Kreisbrandmeister Raphael Ralph Meier, der Hellermann und seinem Team vor Ort seine Unterstützung anbot, bestätigte, war es anfänglich zu einem Entstehungsbrand in einem der unbewohnten Wohnhäuser gekommen, auch die Böschung zum Bahnbereich sei an einer Stelle in Brand geraten, woraufhin auch ein Notfallmanager der Bahn zur Brandstelle beordert wurde. Es bedurfte einer weiträumigen Vollsperrung der Hovestraße (B481) und mehrerer Stunden, bis Hellermann schließlich erklären konnte: „Wir sind jetzt erst dahinter gekommen, wo die eigentlichen Brandstellen sind, wo die Glutnester sind. Wir haben einsatztaktisch das Problem gehabt, dass wir an der Südseite die Wohnbebauung direkt angrenzend haben und auch mehrere Hallenkomplexe aneinanderstoßend haben, sodass wir das Feuer erst recht spät lokalisieren konnten.“

Bildergalerie

Feuer in Fabrikhalle

Sonntag, 19. Mai 2019
Vorheriges Bild Bild von Nächstes Bild

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Anzeige

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Foto: Jens Keblat

Bis spät in die Nacht dauerten die Löscharbeiten an. Immer wieder wurden Kräfte unter Atemschutz durchgetauscht und die Drehleitern neu positioniert. Bereits früh vor Ort waren auch Ermittler der Kriminalpolizei.

Die Beamten wollen jetzt klären, wo der Brand wie entstehen konnte und auch das Schadensausmaß gilt es noch zu eruieren. Die Ermittlungen dauern. Konkrete Erkenntnisse bezüglich der Brandursache scheint es noch nicht zu geben. Die Polizei bittet deshalb um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung ruft Zeugen dazu auf, sich mit der Polizeiwache in Rheine unter Telefon 05971 / 9384215 in Verbindung zu setzen.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.