Rheine

Von Infektion bis Freitesten

Stadt Rheine informiert über Quarantäne- und Isolationsvorgaben

Dienstag, 18. Januar 2022 - 14:00 Uhr

von Newsdesk

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentral

Für Quarantäne und Isolation gelten neue Vorgaben und Möglichkeiten.

Die Stadtverwaltung informiert über die aktuellen Quarantäne- und Isolationsvorgaben. Sie stützt sich dabei auf Angaben des Landes Nordrhein-Westfalen.

  • Wer selbst infiziert ist (Nachweis durch offiziellen Schnelltest oder PCR-Test), muss automatisch und auch ohne gesonderte behördliche Anordnung für zehn volle Tage (ab Symptombeginn bzw. positivem Test) in Isolierung. Die infizierte Person kann die zehn Tage aber eigenständig auf sieben Tage verkürzen, wenn sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei ist. Für die Verkürzung ist ein negativer offizieller Schnelltest oder PCR-Test erforderlich.

  • Für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Pflegeheimen ist für eine Freitestung immer ein PCR-Test erforderlich, der dem Arbeitgeber vorgelegt werden muss. Bei PCR-Tests genügt auch ein Test mit einem CT-Wert über 30 für die Beendigung der Isolierung. Der Testnachweis muss für mögliche Kontrollen der Behörden für mindestens einen Monat aufbewahrt werden. Zudem müssen infizierte Personen ihre Kontaktpersonen der vorherigen zwei Tage schnellstmöglich und eigenständig von der Infektion informieren. Dies sind Personen, mit denen für einen Zeitraum von mehr als zehn Minuten und mit einem Abstand unter 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Maske bestand, oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über längere Zeit geteilt wurde.

  • Wer als Kontaktperson mit einer infizierten Person im gleichen Haushalt lebt, muss ebenfalls automatisch in Quarantäne. Diese dauert wie die Isolierung ebenfalls grundsätzlich zehn Tage – gerechnet ab Symptombeginn oder positiver Testung der infizierten Person. Auch hier kann bei Symptomfreiheit eine Verkürzung auf sieben Tage durch einen negativen offiziellen Schnelltest oder PCR-Test erfolgen, wobei der Testnachweis ebenfalls für mindestens einen Monat aufbewahrt werden muss.

  • Bei Kindern in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sowie Schülerinnen und Schülern kann die Quarantänezeit mit einem negativen Test sogar auf fünf Tage verkürzt werden. Wenn während der Quarantäne Symptome auftreten, ist ein PCR-Test vorzunehmen.

  • Bei anderen Kontaktpersonen, bei denen sich der Kontakt beispielsweise über einen gemeinsamen Gaststättenbesuch, Sportausübung oder ein sonstiges Treffen ergeben hat, gibt es keine automatische Quarantäne. Hier greift eine Quarantäne nur, wenn das Gesundheitsamt sie ausdrücklich anordnet. Dabei sollen die Gesundheitsämter die gleichen Vorgaben zu Dauer und Verkürzungsmöglichkeiten anwenden wie bei Kontaktpersonen im eigenen Haushalt.

  • Ohne offizielle Quarantäne-Anordnung wird verantwortungsvolles Verhalten von Kontaktpersonen erwartet: Kontaktreduzierung, das Tragen einer Maske, Selbstisolierung bei fehlender ausreichender Immunisierung.
Ausnahmeregelungen

Folgende Fallgruppen müssen als Kontaktpersonen grundsätzlich nicht mehr in Quarantäne. Diese Ausnahmeregelungen gelten ab sofort auch zur Befreiung von der Testpflicht bei 2G-Plus

  • Personen mit einer Auffrischungsimpfung: Hier sind bei jeglicher Kombination der zugelassenen Covid-19-Impfstoffe insgesamt immer drei Impfungen erforderlich. Dies gilt inzwischen auch für eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.
  • Geimpfte Genesene: Dies gilt für vollständig Geimpfte mit Durchbruchsinfektion oder Genesene, die eine Impfung nach der Erkrankung erhalten haben. Unabhängig von der Reihenfolge reicht eine Genesung und mindestens eine Impfung.
  • Personen mit einer zweimaligen Impfung: Dies gilt ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der Impfung.
  • Genesene: Dies gilt ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests.

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