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Wettringen

8.000 Masken für Wettringen

Firma „Bolan Home Fashion“ spendet das Schutzmittel

Dienstag, 21. April 2020 - 16:55 Uhr

von Julian Lorenbeck

Foto: Julian Lorenbeck

Der Ausgabetisch steht schon bereit, am Donnerstag werden die Masken erstmals ausgegeben. Dirk Schnermann (l.), Geschäftsführer Bolan, Bürgermeister Berthold Bültgerds (M.) und Hausarzt Dr. Peter Rotterdamm testeten die Masken.

Die Wettringer Firma „Bolan Home Fashion“ spendet 8.000 Masken an die Gemeinde. Also eine Maske für jeden Wettringer. Die Masken können für eine Schutzgebühr von einem Euro am morgigen Donnerstag, 24. April, sowie am kommenden Montag, 27. April, und Dienstag, 28. April, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr im Eingangsbereich der Bürgerhalle von den Wettringern gegen Vorlage des Ausweises abgeholt werden, auch für den jeweiligen Haushalt. Interessierte sollen wenn möglich mit dem Rad kommen, empfiehlt die Gemeinde. Die üblichen Schutzabstände sind einzuhalten, eventuell müssen Wartezeiten in Kauf genommen werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf werden für einen guten Zweck bereitgestellt.

Zweilagige Mund- und Nasenbedeckungen

Bei den Masken handelt es sich um zweilagige Mund- und Nasenbedeckungen aus 100 Prozent Baumwolle. Die Masken sind bei 60 Grad waschbar und sind somit wiederverwendbar. Dirk Schnermann, Geschäftsführer der Firma Bolan, die Schutzmasken für den öffentlichen und privaten Bereich herstellt, sieht das Bereitstellen der Masken als seinen Beitrag für die Gemeinde und zur Reduzierung der Infektions- und Ansteckungsgefahr.

Foto: Lorenbeck

Mitarbeiter der Gemeinde brachten schon die Hinweisschilder an.

Bürgermeister Berthold Bültgerds, der wegen der Schutzmasken zuletzt mit der Firma Bolan in Kontakt stand, freut sich über die Spende: „Mit der Aktion können wir alle Wettringer Bürgerinnen und Bürger ausstatten. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Empfehlungen und Diskussionen ist das sicherlich ein passender Zeitpunkt“, meinte Bültgerds. Auch mit Blick auf den erneuten Schulbeginn und einer möglichen Verpflichtung zum Maskentragen, sieht Bültgerds die Aktion als positiv. Alle Bürger der Gemeinde hätten nun die Möglichkeit, eine Maske zu bekommen.

Unterstützung vom Hausarzt

„Wir alle sollten die Schutzmasken zum Beispiel beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, beim Betreten von öffentlichen Einrichtungen sowie Bus- und Bahnfahrten tragen, auch wenn der Anblick zunächst befremdlich sein mag“, meinte der Wettringer Hausarzt Dr. Peter Rotterdam. Alle übrigen bekannten Vorkehrungen würden weiter bestehen bleiben.

Foto: Privat

Zweilagige Baumwollmasken werden für einen Euro ausgegeben.

„Man schützt damit nicht sich selbst, sondern andere. Das sollte jeder Bürger in einer gewissen Selbstverantwortung überlegen, und möglichst auch positiv für sich entscheiden“, findet Bültgerds. Er stimmte Rotterdamm zu, es sei noch ein ungewohnter Anblick, aber mit der Zeit würde die Hemmnis immer mehr abgelegt, je mehr Menschen eine Maske trügen. „Das trägt dazu bei, dass die Infektionsketten möglichst unterbunden werden und auch die Gesamtsituation sich weiter verbessert“, meinte Bültgerds.

Alle Beteiligten hoben das hohe ehrenamtliche Engagement hervor, dass bisher im privaten Kreis durch selbstständiges Nähen für Familie und Freunde geleistet wurde. Nun könnten sich auch diejenigen eine Maske zulegen, die bisher noch keine hätten.

Hinweisschilder hängen

Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hingen am Dienstag schon die ersten Hinweisschilder auf und richteten den Eingangsbereich der Bürgerhalle ein. Dort erhalten die Wettringer Bürger am Donnerstag, Montag und Dienstag ihre Masken. Die Vorlage des eigenen Ausweises ist notwendig, sodass sicher gestellt werden kann, dass der Abholer auch in Wettringen wohnt. Über die Einwohnerliste kann dann kontrolliert werden. Sind mehrere Personen in einem Haushalt gemeldet, kann ein Mitglied auch für alle Masken mitnehmen. Wer also mit drei weiteren Personen in einem Haushalt wohnt, der kann vier Masken erwerben.

„Wir haben uns bewusst für die Bürgerhalle entschieden. Da haben wir Luft und können die Abstände waren. Auch die Menschen, die die Masken ausgeben, haben so die Möglichkeit, geschützt zu sitzen. Das ist vom Handling besser“, meinte Bürgermeister Bültgerds.


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