Erste Bürgerinformation zum Entwicklungsquartier Kümpers-Areal erfolgte als Videokonferenz

Investor stellt Planungsvarianten vor

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08.07.2021, 12:00 Uhr
Investor stellt Planungsvarianten vor

Die Entwickler stellten vier Planungsvarianten vor.

-mas- RHEINE. Wie wird es einst aussehen, das geplante neue Stadtquartier zwischen der Emsaue und dem Walshagenpark auf dem ehemaligen Kümpers-Areal? Wie viele Menschen werden hier künftig wohnen? Welche Dimensionen werden die Gebäude haben? Welches Gestaltungskonzept verfolgt der Investor für das Quartier, welche Gestaltungskonzepte verfolgt die Stadt Rheine? Wie werden in dem künftigen Quartier die entstehenden Verkehrsströme gelenkt? Welche Einschränkungen sind durch die vorhandene Bahntrasse bei der Verkehrserschließung zu erwarten? Wie ist der Eingriff in Landschaft und Umwelt zu bewerten? Und weiß der Investor bereits heute, ob sich die avisierten Gewerbenutzungen durch den Zoll wirkliche realisieren lässt – wie berichtet, ist eine Fachhochschul-Ansiedlung im Gespräch.

Das ist nur ein Bruchteil der Fragen, die bei der digitalen Bürgerbeteiligung am Dienstagabend über rund zwei Stunden behandelt wurden. An der Videokonferenz haben in der Spitze bis knapp 50 Personen teilgenommen, inklusive der Vertreter der Stadt Rheine, der Investoren und Vertreter der am Planungsverfahren beteiligten Büros. In dem digitalen Format hatten die Zuhörer die Möglichkeit, im Chat Fragen zu formulieren, die Rheines Stadtplaner Matthias van Wüllen als Moderator in Themenpakete bündelte und jeweils an den Investor, Rheines Baudezernentin Milena Schauer oder an die Experten der Fachbüros zur Beantwortung weiter gegeben hat. Eine Präsenzveranstaltung sei nicht möglich gewesen, hatte Schauer im Vorfeld auf MV-Anfrage mitgeteilt. Sie verwies auf organisatorische Gründe im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Van Wüllen wies auf eine zweite Infoveranstaltung „etwa in der zweiten Augusthälfte“ hin, die dann in Präsenz stattfinden soll.

Investor und Projektentwickler Ulrich Dienhart (GMP Projekte GmbH & Co.KG) stellte zunächst vier Varianten einer möglichen Entwicklung des Areals vor (siehe Abbildung). In allen vier Varianten stehen die roten Flächen für verdichtete Wohnbebauung, die hellroten „eher für kleinteilige Wohnbebauung, die einen Übergang zum Bestand“ herstellen sollen. Form und Dimension der späteren Gebäude ließen sich laut Dienhart aktuell noch nicht darstellen. Als „Beispiele, die lediglich zum Denken anregen sollen“, präsentierte Dienhart Quartiers-Entwürfe aus anderen Städten. Drei bis vier Geschosse sind in den roten Bereichen möglich, der Mix der Wohnformen lasse sich aktuell noch nicht darstellen. Etwas konkreter wurde Dienhart beim Bestandsgebäude, dem Industrie-Denkmal Weberei am Emsufer. Seine Vision: Die Kombination des historischen Gebäudes mit modernen Elementen – einem Glasgeschoss auf dem Dach (siehe Abbildung oben). Als Nutzung seien 70 bis 80 Wohneinheiten sowie eine Kita und Wohnformen für ältere Menschen angedacht.

In den Shedhallen ist die Unterbringung des Studienganges „Verwaltungsinformatik“ der Zollverwaltung eine noch unsichere Variante. „Alternative Nutzungen sind denkbar, wir sind in Gesprächen“, sagte Dienhart. Wie bereits bei der Begehung des Geländes mit politischen Vertretern wiederholte er seine Idee, im Kesselhaus eine Gastronomie etablieren zu wollen. Grundsätzlich sei möglich, das Areal „nicht in Gänze“ entwickeln zu müssen, sagte Schauer auf Anfrage. Es sei möglich, im ersten Schritt den Altbestand zu machen, dann die Wiese (südlich zu Bayernstraße). Apropos Wiese: Die Planung greife nicht ins FFH-Gebiet ein. Zwar gebe es keine gestezlich zu schützende Biotope, wohl aber einen Artenreichtum, der „besondere Anforderungen“ stelle. Stichwort Ausgleichsflächen.

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