Betrüger bieten minderwertige Corona-Schutz-Artikel an

Betrüger bieten minderwertige Corona-Schutz-Artikel an

Schnell einkaufen mit dem Smartphone: Die Polizei warnt aktuell vor Kriminalität in Fake-Shops.

Fachgeschäfte haben im Corona-Lockdown geschlossen, die Menschen kaufen verstärkt im Netz. Das nutzen Kriminelle aus, indem sie beispielsweise sogenannte Fake-Shops einrichten, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. In Zeiten der Pandemie bieten Betrüger über solche Shops auch minderwertige Medizin-Produkte oder falsche Arzneimittel an. Im Rahmen des „Safer Internet Days“ am Dienstag, 9. Februar, einer Initiative der Europäischen Kommission zum Thema „Internetsicherheit“, rät die Kreispolizeibehörde Steinfurt daher gemeinsam mit der Polizeilichen Kriminalprävention von Bund und Ländern: Beim Shopping im Internet auf die Quelle achten und Angebote prüfen.

Fehlendes Impressum ist ein Hinweis

Woran erkennt man einen Fake-Shop? „Wir raten dazu, die Seriosität der Anbieter genau zu prüfen. Ein fehlendes Impressum kann ein Hinweis darauf sein, dass der Online-Händler nichts Gutes im Schilde führt“, sagt Stefanie Hinz, Vorsitzende der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Das bestätigt Kriminalhauptkommissar Guido Wilke vom Präventionsteam der Kreispolizeibehörde Steinfurt. Er sagt: „Ist man trotz eines vorhandenen Impressums skeptisch, kann man zum Test auch einfach mal die dort angegebene Telefonnummer anrufen.“

Wilke gibt noch mehr Tipps, wie man einen Fake-Shop erkennt. Oftmals helfe schon die Eingabe des Shop-Namens in eine Suchmaschine. Denn die falschen Händler sind Verbraucherschützern häufig bereits bekannt – und es gibt entsprechende Warnungen. Auch das Gütesiegel auf einer Seite gibt Aufschluss über die Echtheit. „Fährt man mit der Computermaus darüber, kann man das echte Siegel anklicken. Bei gefälschten Shops ist das Siegel lediglich ein Foto.“

Stutzig werden sollte man spätestens, wenn unter den Bezahloptionen lediglich die Möglichkeit der Vorkasse angeboten wird. Dann gilt: Lieber die Finger vom Kauf lassen. „Beim Vorkasse sollte man immer hellhörig werden“, sagt Wilke.

Besser auf Rechnung

Besser sei es, auf Rechnung zu kaufen oder über sichere Bezahldienste wie beispielsweise Paypal. Hier ist es wichtig, keinesfalls mit „Paypal Freunde“ zu bezahlen. Denn dann entfällt der Käuferschutz und der Käufer hat keine Chance, sein Geld zurückzuverlangen.

Worauf muss ich beim Kauf von medizinischen Artikeln achten? Grundsätzlich gilt: Zum Thema Coronavirus sollten Informationen nur bei offiziellen Stellen wie beispielsweise beim Gesundheitsamt gesucht werden. Arzneimittel sollten stets nur bei zugelassenen (Internet-) Apotheken bestellt werden. Dabei sei darauf zu achten, dass die Arzneimittel in Deutschland zugelassen sind.

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