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Kreis Steinfurt

Geiselnahme in Lengerich unblutig beendet

Mutmaßlicher Täter festgenommen

Dienstag, 8. Januar 2019 - 08:34 Uhr

von Jens Keblat, Newsdesk

Foto: Jens Keblat

Eine Geiselnahme mitten in der Stadt, rund 40 Kinder und Jugendliche in der Gewalt eines möglicherweise psychisch kranken Täters – ein Horrorszenario, dass am Montagabend in der Sporthalle an der Bahnhofstraße in Lengerich unblutig zu Ende ging.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Täter um einen 25-Jährigen aus dem Kreis Steinfurt. Er hatte zuvor 43 Kinder und Jugendliche in seine Gewalt gebracht. Die Polizei spricht von einem Einzeltäter.

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Polizeisprecher zur Geiselnahme in Lengerich

Die Kinder und Jugendlichen gehören zu einer Übungsgruppe, die in einer Turnhalle trainiert hatte. Alle 43 Personen sind mittlerweile wieder bei ihren Eltern. Auch die beiden Betreuerinnen sind unverletzt.

Wie die Polizei am späten Montagabend mitteilte, hatte der Täter die Turnhalle an der Bahnhofstraße um 17.14 Uhr betreten und die anwesende Übungsgruppe mit dem Zünden einer Bombe bedroht.

„Zusammenhangslose Forderungen“

„Nach derzeitigem Erkenntnisstand betrat der Mann aus dem Kreis Steinfurt die Turnhalle und drohte damit, in der Halle deponierte Sprengsätze zu zünden“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt das Geschehene. „Nach einigen zusammenhangslosen Forderungen ließ der Täter zunächst die Kinder und Jugendlichen gehen. Die beiden 23-jährigen Betreuerinnen konnten kurze Zeit später ebenfalls die Halle verlassen.“

Alle 43 Mitglieder der Übungsgruppe im Alter von 12 bis 18 Jahren und beide Betreuerinnen blieben unverletzt.

„Keine Waffen dabei“

„Spezialeinheiten der Polizei Münster haben den Täter um 18:20 Uhr im Eingangsbereich der Turnhalle überwältigt und festgenommen“, erklärte der Einsatzleiter der Polizei, Polizeidirektor Martin Mönnighoff. „Der Mann hatte bei seiner Festnahme keine Waffen dabei.

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Geiselnahme in Lengerich

Montag, 7. Januar 2019
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Foto: Jens Keblat

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Sicherheitshalber haben Polizisten mit Sprengstoffspürhunden die Sporthalle abgesucht, jedoch keinen verdächtigen Gegenstand gefunden.“

Polizisten betreuten die Kinder und Jugendlichen zunächst in einem benachbarten Baumarkt, bevor die Erziehungsberechtigten sie in ihre Obhut nahmen.

„Keine Hinweise auf Motivation“

Der Täter wurde noch am Montagabend vernommen. „Die Ermittler haben bislang noch keine Hinweise auf die Motivation des Täters“, fasste der Oberstaatsanwalt den bisherigen Ermittlungsstand zusammen. „Sie gehen aktuell dabei auch Hinweisen auf eine psychische Erkrankung des Mannes nach.“


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