Kreis Steinfurt

Weiter massive Einschränkungen durch Schnee und Eis

Müllabfuhr und Busse stellen Betrieb ein – aber Marktbetrieb startet wieder

Dienstag, 9. Februar 2021 - 07:41 Uhr

von Newsdesk

Foto: Sven Rapreger

An vielen Stellen im Stadtgebiet von Rheine war am Montag der Räumdienst im Einsatz.

Die Auswirkungen der massiven Schneefälle halten weiter an. Dadurch kommt es zu massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens. In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Infos des Tages zusammen.

Dienstag, 9. Februar

16.51 Uhr. Nachdem der heutige Wochenmarkt aufgrund des Schnees ausfallen musste, teilt die Stadtverwaltung Rheine nun mit, dass die Märkte am Donnerstagvormittag in der Innenstadt sowie nachmittags in Mesum und auch am Freitagnachmittag auf dem Emstorplatz zu den gewohnten Zeiten stattfinden.

16.02 Uhr. Trügerische Eisschicht: Die Wasserschutzpolizei in Nordrhein-Westfalen warnt vor dem Betreten von zugefrorenen Kanälen und Flüssen. Die anhaltend eisigen Temperaturen führten derzeit dazu, dass der Mittellandkanal und die Weser an einigen Stellen zugefroren seien, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

15.43 Uhr. Die beiden Straßenmeistereien des Kreises Steinfurt sind weiterhin im Dauereinsatz. Seit Beginn des Wintereinbruchs räumen und streuen die insgesamt 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zwei-Schichtbetrieb die 530 Kilometer Kreisstraßen und 340 Kilometer Kreisradwege, teilte die Kreisverwaltung mit. Bisher gab es trotz der Schneemengen keine größeren Probleme während der Einsätze. Neben den Teams der Straßenmeistereien des Kreises sind auch die des Landesbetriebs „Straßen.NRW“ (Bundes- und Landstraßen), der Autobahngesellschaft (Autobahnen) und der kommunalen Betriebshöfe (Stadt-/Gemeindestraßen) unterwegs, um die Fahrbahnen von Schnee und Eis zu befreien.

15.07 Uhr. Nach dem Schneesturm der vergangenen Tage sollten Hausbesitzer unbedingt auf ihren Dachböden nachschauen. Denn der sogenannte „Flugschnee“, trockener, pulverartiger Schnee der vom Wind überall hineingeweht wird, hat es auch bei unseren Leserinnen und Lesern und Redakteuren durch die Dachziegel geschafft. Die Schneehaufen können mehrere Eimer füllen und sollten freigeräumt werden, empfehlen auch Dachdecker aus Rheine. Wenn der Schnee nämlich schmilzt kann das Wasser nach unten fließen und kann nicht nur ästhetische Schäden an den Wänden hinterlassen. Gerade Häuser, die älter als 30 Jahre sind und denen teils eine passende Abdeckung unter den Ziegeln fehlt, seien häufiger betroffen, erklären die Dachdecker.

14.24 Uhr. Bis einschließlich Mittwoch werden die Stadtbusse in Rheine nicht fahren. Nach aktuellem Planungsstand sollen die Linien C3, C6, C7 und C12 ab Donnerstag wieder verkehren, am Freitag sollen die Linien C4 und C5 folgen, teilten die zuständigen Verkehrsbetriebe Mersch mit. „Die aktuelle Problematik besteht darin, dass die Linienwege und Haltestellen auch während des geplanten Bus-Betriebes durch die TBR kontrolliert und freigehalten werden müssen, weil das Streusalz bei den aktuellen Temperaturen nicht mehr wirkt und es bei nur leichten Verwehungen oder Schneefall zu gefährlichen Vereisungen kommen kann“, heißt es in einer Mitteilung.

13.24 Uhr. Die Technischen Betriebe Rheine (TBR) sind weiter im Dauereinsatz. „Fast unsere gesamte Mannschaft ist im Einsatz, um den Schneemassen der vergangenen Tage Herr zu werden. In zwei Schichten arbeiten wir von früh morgens ab 04.30 Uhr bis abends um 18 Uhr und nutzen jedes Fahrzeug, dass uns zur Verfügung steht. Außerdem haben wir zur Unterstützung Lohnunternehmen beauftragt“, erklärt Betriebsleiter Jochen Vennekötter. Während der andauernden Schneefälle und dem starken Wind, der zu hohen Verwehungen geführt hat, haben sich die TBR bisher darauf konzentriert, die Hauptverkehrswege zu räumen. Mit dem jetzt nachlassenden Schneefall sei auch eine Strategieänderung möglich.

12.51 Uhr. Die Kreispolizeibehörde Steinfurt zieht nach dem Wintereinbruch eine bislang positive Verkehrsbilanz. Von Samstagabend, 22 Uhr, bis Dienstagmorgen, 9 Uhr, zählten die Beamten insgesamt 31 wetterbedingte Verkehrsunfälle. Bei einem Unfall in Dreierwalde ist eine Frau schwer verletzt worden. Die 50-Jährige fuhr mit ihrem Opel Corsa auf der Uthuiser Straße in Richtung Hörstel. Etwa 200 Meter hinter der Einmündung Weikamp rutschte die Frau in den Graben. Bei allen anderen wetterbedingten Verkehrsunfällen im Kreis Steinfurt blieb es laut Polizei bei Blechschäden. Da sich die Wetterlage auch in den kommenden Tagen nicht wesentlich ändert, bitte die Polizei die Verkehrsteilnehmer, auch weiterhin vorsichtig und umsichtig zu fahren.

12.18 Uhr. Auch am Rheiner Rathaus musste die Feuerwehr kurz aushelfen: Der Einsatz zum Schneebeseitigen war aber schnell beendet.

Foto: Cornelia Röttger

11.51 Uhr. Der Lidl-Markt an der Kolpingstraße in Emsdetten ist aktuell in Absprache mit der Stadt geschlossen worden. Grund ist die hohe Schneelast auf dem Dach. Dieses muss nun geräumt werden.

11.37 Uhr. Vorerst kein Busverkehr: Der Reisedienst Veelker, der unter anderem die Buslinie R80 betreibt, hat die Kommunen angeschrieben und gebeten, Haltestellen von Schnee und Eis zu befreien. Teilweise seien „die Haltestellen mit Schneemassen vom Räumdienst/Winterdienst zugeschoben worden oder teilweise überhaupt noch nicht geräumt“, heißt es von dem Busunternehmen. Auch die Hauptverkehrsstraßen seien noch nicht genügend in der Breite geräumt. Deshalb sei frühestens ab Mittwochmittag, 13 Uhr, wieder mit der Fahrt von Bussen zu rechnen. Dann könnte nach dem Ferienfahrplan verkehrt werden, dennoch sei mit Verspätungen der Busse zu rechnen.

10.45 Uhr. Glätte und Schnee sorgen auch auf den Straßen im Emsland und der Grafschaft Bentheim für eine Vielzahl von Polizeieinsätzen: Mehr als 90 Schnee- und Glätteeinsätze zählte die Polizeiinspektion in den vergangenen 24 Stunden. „Immer wieder meldeten sich Lkw-Fahrer aber auch Autofahrer, die sich festgefahren hatten oder auf schneeglatter Fahrbahn von der Straße abgekommen sind“, teilte die Polizei mit. Verletzte gab es nicht.

10.15 Uhr. Winteridylle in Wettringen: Unser Reporter hat diesen Sonnenaufgang in der weißen Pracht heute Morgen eingefangen.

Foto: Fabian Kronfeld

9.35 Uhr. „Die armen Tiere“, denkt mancher angesichts zugefrorener Böden und dichter Schneedecken. Natürlich ist es für Rehe, Eichhörnchen und Vögel jetzt schwieriger, Nahrung zu finden. Aber die Natur hat vorgesorgt, und außerdem trifft die Kälte auch die Schädlinge. Der strenge Frost mit zweistelligen Minusgraden in den nächsten Tagen stellt für die Natur kein Problem dar. „Pflanzen und Tiere sind auch auf harte Winter eingestellt“, sagte Nabu-Sprecherin Birgit Königs.

8.51 Uhr. Glatteisunfall auf der A 30: Die Autobahn ist seit dem frühen Dienstagmorgen in Fahrtrichtung Osnabrück zwischen dem Grenzübergang und der Abfahrt Gildehaus voll gesperrt, berichten die Grafschafter Nachrichten. Gegen 3 Uhr in der Nacht war ein Lkw aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse ins Schleudern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und durch die Leitplanke gebrochen.

8.34 Uhr. Die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich in den kommenden Tagen auf eisige Temperaturen einstellen: Im Laufe der Woche ist vereinzelt noch Schneefall möglich. Meist bleibt es laut DWD heiter und trocken, gebietsweise zeigt sich auch die Sonne. Die Temperaturen bleiben aber frostig. Am Mittwoch liegen sie zwischen minus 3 und minus 8 Grad, nachts kühlt es auf bis zu minus 11 Grad ab. In der Nacht zum Freitag seien bis zu minus 17 Grad möglich.

7.58 Uhr. Wenig Auswirkungen hatte der Schnee auf den Betrieb am Flughafen Münster/Osnabrück. Das liegt freilich auch daran, dass wegen der Corona-Pandemie eh überhaupt keine Linien- und Touristik-Flüge stattfinden. „Wir sind aber grundsätzlich geöffnet“, erklärte FMO-Sprecher Andrés Heinemann. Vereinzelt starteten Privatflieger. Vor jeder Flugbewegung werde der Zustand der Rollbahn kon­trolliert. Der Flughafen Dortmund hatte den Flugbetrieb am Vormittag vorübergehend eingestellt, Flüge wurden nach Köln umgeleitet.

7.33 Uhr. Die Räumdienste arbeiten weiter unermüdlich, wie dieses Bild aus dem Wohngebiet Biekmeresch in Emsdetten zeigt: Die Räumfahrzeuge waren auch gestern am späten Abend noch unterwegs, um Straßen zu räumen, beobachtete unser Fotograf.

7.17 Uhr. Keine Chance für Bahnfahrer auf der Strecke zwischen Münster und Rheine: Dieser Streckenabschnitt ist laut Westfalenbahn noch bis mindestens in den Vormittag gesperrt.

7.10 Uhr. Wer mit dem Bus fahren möchte, muss sich weiter gedulden: Der Stadtbus Rheine fährt frühestens wieder ab heute Mittag; der Reisedienst Veelker, der unter anderem die Linie R80 zwischen Rheine und Steinfurt betreibt, wird bis mindestens 12 Uhr am Dienstag keine Fahrten anbieten. „Es ist leider immer noch keine Besserung in Sicht. Dazu kommen noch die Temperaturen, die weiter sinken sollen, so dass weiterhin mit Straßenglätte zu rechnen ist“, heißt es in einer Mitteilung. Ob und wann wieder gefahren wird, soll im Laufe des Vormitags mitgeteilt werden.

Montag, 8. Februar

17.40 Uhr. Um zum Dienst kommen zu können, haben Mitarbeiter der Uniklinik in Münster (UKM) während des Schneesturms lange Fußmärsche in Kauf genommen. „Wir haben unter anderem eine Mitarbeiterin, die aus Havixbeck drei Stunden zum Dienst gelaufen ist“, sagte Pflegedirektor Thomas van den Hooven am Montag. Eine 24-Jährige habe einen zweieinhalb Stunden langen Fußmarsch in Kauf genommen, sie legte neun Kilometer zurück.

17.14 Uhr. Die Analogie zum ungleichen Kampf zwischen David gegen Goliath käme dem wahren Kräfteverhältnis zwischen den gewaltigen Schneemassen auf dem Rasen des Preußenstadions und der tapferen Rasenheizung eine Etage tiefer nicht einmal nahe – zumal David diese Schlacht seinerzeit sogar gewinnen konnte. An der Hammerstraße haben die Preußen die Waffen dagegen längst gestreckt. Bereits am Sonntag suchte Geschäftsführer Bernhard Niemeyer Kontakt zum Staffelleiter und der hisste am Montagmorgen die weiße Fahne für das Nachholspiel der Preußenfußballer am Mittwochabend (19.30 Uhr). Dieses Regionalliga-Spiel wird ein zweites Mal verschoben. Für die Samstagsbegegnung ebenfalls im Preußenstadion wird noch abgewartet und gehofft, doch bekanntermaßen stirbt die Hoffnung zwar zuletzt – aber sie stirbt. „Im Moment ist es zu früh, da eine Entscheidung zu treffen. Aber da kein Tauwetter zu erwarten ist, sieht es für Samstag auch eher schlecht aus“, so Niewöhner.

16.35 Uhr. Die beiden Straßenmeistereien des Kreises Steinfurt in Ibbenbüren und Steinfurt sind weiterhin im Dauereinsatz. Seit Beginn des Wintereinbruchs räumen und streuen die insgesamt 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zwei-Schichtbetrieb die 530 Kilometer Kreisstraßen und 340 Kilometer Kreisradwege. Bisher gab es trotz der Schneemengen keine größeren Probleme während der Einsätze, teilte die Kreisverwaltung mit. Neben den Teams der Straßenmeistereien des Kreises sind auch die des Landesbetriebs Straßen.NRW (Bundes- und Landstraßen), der Autobahngesellschaft (Autobahnen) und der kommunalen Betriebshöfe (Stadt-/Gemeindestraßen) unterwegs, um die Fahrbahnen von Schnee und Eis zu befreien.

16.07 Uhr. Das Dach der Firma Holzland Waterkamp an der Röntgenstraße in Rheine ist aufgrund der hohen Schneelast am Montagmorgen eingestürzt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

15.55 Uhr. Der Schneesturm hat die Schifffahrt im Revier des Wasserstraßen- und Schiffahrtsamtes (WSA) mit Sitz in Rheine bisher noch nicht beeinträchtigt. Während Straßen, Brücken und Bahnhöfen eingeschneit und geräumt werden müssen, konnte Ulrich Wieching, Amtsleiter des WSA in Rheine, am Montag von keinerlei Problemen beim Schiffsverkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal berichten. „Sofern sich kein akutes Eis auf dem Kanal bildet können die Binnenschiffer weiterfahren, auch durch eine dünne Eisschicht kommen sie noch durch“, erklärte Wieching auf Nachfrage. Ob es in den nächsten Tagen noch zu einer Eisbildung auf dem Dortmund-Ems-Kanal und damit dem Einsatz eines Eisbrechers kommt, dazu konnte der WSA-Amtsleiter ebenfalls keine Prognose abgeben. Das WSA könnte aber im diesem Fall auf ein Arbeitsschiff mit Eisbrechereigenschaften zurückgreifen, das derzeit in Bergeshövede in Hörstel vor Anker liegt. Ein Fließgewässer wie der Dortmund-Ems-Kanal, welches zusätzlich durch die Binnenschifffahrt in Bewegung gebracht wird, friert aber ohnehin, trotz der Minustemperaturen nicht so schnell zu. Die einzigen Probleme, die Mitarbeiter des WSA durch den Schneesturm hatten, war am Sonntag die Anfahrt zur Schleusen, was am Montag aber keine Probleme mehr bereitete. „Generell sind wir natürlich ebenfalls mit dem Wetter beschäftigt, aber das betrifft ja alle“, meinte WSA-Amtsleiter Ulrich Wieching zur aktuellen Lage.

15.26 Uhr. Die Firma Remondis hat der Gemeindeverwaltung Wettringen mitgeteilt, dass die Abfuhr der Bio-Säcke witterungsbedingt nicht stattfinden kann. Werden im Einzelfall Biotonnen verwendet (zum Beispiel größere Mietwohnobjekte) und reicht das Tonnenvolumen bis zur nächsten Abfuhr nicht aus, können sich die Eigentümer mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung setzen, Telefon 02557/7833.

14.38 Uhr. Die Feuerwehr Neuenkirchen warnt davor, den Schnee auf Hydranten zu schieben. Die Hydranten benötigt die Feuerwehr im Ernstfall zur Versorgung mit Löschwasser. Die Löschfahrzeuge hätten zwar Wassertanks, aber das Wasser reiche oft nur für wenige Minuten für eine effektive Brandbekämpfung aus. Das Hydrantenschild beschreibt dabei genau die Position des Hydranten im Gehweg oder in der Straße. In unserem Beispielbild befindet sich der Hydrant vom Schild aus 6,4 Meter nach vorne und 12,7 Meter nach rechts.

14.19 Uhr. Trotz lebensgefährlicher Kälte meiden manche Obdachlose bereitstehende Notschlafplätze in NRW und harren Wohlfahrtsverbänden zufolge im Freien aus. Zum Teil liege das an der Angst, sich in den Unterkünften mit dem Coronavirus anzustecken, sagte Andreas Sellner von der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Freie Wohlfahrtspflege.

13.54 Uhr. Jugendliche haben in Gelsenkirchen einem Mann (50), der nach dem Eiskratzen drinnen Handschuhe und Mütze holen wollte, das Auto gestohlen. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd mit der Polizei bauten sie einen Unfall.

13.29 Uhr. Uns erreichen immer mehr Fotos. Hier sind die von den MV-Lesern. Die Galerie wird natürlich weiter ergänzt.

Bildergalerie

Schnee-Fotos der MV-Leser

Montag, 8. Februar 2021
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Foto: Sarah Schillinger

Foto: Christiane Klewitz

Foto: Christiane Klewitz

Foto: Meike Peter

Foto: Meike Peter

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Foto: Meike Peter

Foto: Marijke Reusken

Foto: Yvonne Voß

Foto: Matthias Schrief

Foto: Matthias Schrief

Foto: Matthias Schrief

Foto: Matthias Schrief

Foto: Fabian Kronfeld

Foto: Fabian Kronfeld

Foto: Holger Kemper

Foto: Stephanie Constantin-Ahrens

Foto: Stephanie Constantin-Ahrens

Foto: Stephanie Constantin-Ahrens

Foto: Stephanie Constantin-Ahrens

Foto: Stephanie Constantin-Ahrens

Foto: Anja Kamphues

Foto: Anja Siepker

Foto: Heike Tendahl

Foto: Marisela Soto

Foto: Markus Engfer

Foto: Peter Tippkötter

Foto: Peter Tippkötter

Foto: Peter Tippkötter

Foto: Rita Berning

Foto: Rita Berning

Foto: Sven Feldhoff

Foto: Sven Feldhoff

Foto: Sven Feldhoff

Foto: Sven Feldhoff

Die Kinder von Ramona Wiechers, Marie (4) und Sophia (1), eroberten, ausgestattet mit Taschenlampen ihren neuen Iglu-Unterschlupf.

Foto: Ramona Wiechers

Foto: Ramona Wiechers

Foto: Ramona Wiechers

13.14 Uhr. Jetzt gibt es auch eine offizielle Bestätigung für das, was wir bereits gemeldet hatten (siehe Eintrag von 10.20 Uhr): Die Post hat aufgrund des Wintereinbruchs am Montag im Münsterland keine Briefe und Pakete zustellen können. „Wir beobachten, wie sich die Lage entwickelt“, sagte Sprecher Rainer Ernzer auf Anfrage unseres Medienhauses. Die Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen müssten frei sein, damit der Austausch der Briefe auch stattfinden könne. Außerdem müssten Straßen und Zugänge zu den Häusern geräumt werden. „Die Zustellung muss gefahrlos möglich sein“, sagte Ernzer. Montags würde generell nur zwei Prozent der normalen Briefmenge verteilt. Die noch nicht zugestellten Briefe würden nun, sobald es geht, nachträglich zugestellt. „Die Briefe können wir in einem Rutsch ausstellen, bei den Paketen kann es durch die Witterung noch zu Verzögerungen kommen“, sagte Ernzer.

13.02 Uhr. Der starke Schneefall ist am Sonntag in Burgsteinfurt offenbar einem betrunkenen Autofahrer zum Verhängnis geworden. Der 61-Jährige hatte sich gegen 13.15 Uhr mit 2,7 Promille hinter das Steuer seines Autos gesetzt und war im Schnee stecken geblieben, heißt es im Polizeibericht. Zeugen hatten die Polizei gerufen.

12.28 Uhr. Das LKW-Fahrverbot auf den Autobahnen in den Regierungsbezirken Detmold, Arnsberg und Münster wird bis Montagabend, 18 Uhr, verlängert. Aufgrund der Wetterlage gilt das Verbot im Landkreis Osnabrück auf der A1, A30 und A33 sogar bis 24 Uhr.

12.05 Uhr. Der Deutsche Wetterdienst warnt derzeit nur noch vor leichtem Schneefall in der Region. Danach jedoch soll es – auch tagsüber – zu strengem Frost kommen. Nachts seien minus 15 Grad zu erwarten, örtlich sogar noch kälter. Meteorologen sagen bereits Dauerfrost bis weit in die kommende Woche voraus.

11.56 Uhr. Ein Teil des Hallendachs der Firma Holzland Waterkamp in Rheine ist unter der Schneelast zusammengebrochen. Weitere Informationen sind noch nicht bekannt. Wir berichten aktuell weiter.

Foto: Privat

Ein Teil des Hallendachs der Firma Holzland Waterkamp in Rheine ist unter der Schneelast zusammengebrochen.

11.31 Uhr. Witterungsbedingt bleiben die Kindertageseinrichtungen „Haus der Kinder St. Martin“, Kita Herz-Jesu, Kita St. Lamberti und die Kita St. Joseph in Rodde geschlossen. Für Fragen stehen die Leitungen aus den Einrichtungen und die beiden Verbundleitungen – zumindest telefonisch – zur Verfügung.

11.23 Uhr. Als ein Winterwunderland präsentieren sich auch die Nepomukbrücke und die Altstadt von Rheine in diesen Stunden.

Video

Impressionen von der Nepomukbrücke

11.15 Uhr. Bis jetzt hat es in Emsdetten 96 Feuerwehr-Einsätze wegen des Wintereinbruchs gegeben. Dabei habe es sich allesamt um Hilfeleistungen gehandelt, teilte die Feuerwehr mit. So schleppten die Einsatzkräfte Autos von Pflegediensten frei und oder räumten das Gelände von DRK oder Caritas, damit mit diese einsatzfähig sind. Bürgermeister Oliver Kellner hat der Feuerwehr und dem Baubetriebshof bereits für den „extremen Einsatz“ gedankt. Die Spiel- und Sporthalle bleibt unteressen aufgrund der Schneelast auf dem Dach bis auf Weiteres gesperrt.

11.03 Uhr. Es sind wahre Schneemassen, die abtransportiert werden müssen. Auf der Emsstraße in Rheine werden dafür Lastwagen eingesetzt.

Foto: Wolfgang Attermeyer

Mit Lastwagen wird der Schnee abtransportiert – wie hier auf der östlichen Emsstraße in Rheine.

10.51 Uhr. Das NRW-Gesundheitsministerium hat klargestellt, dass wegen des Wintereinbruchs kein Impftermin verloren geht. Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen würden trotz der aktuell teils extremen Witterungslage wie geplant am Montag öffnen, betonte das Ministerium am Sonntagabend. „Alle Impfberechtigten, die einen Termin vereinbart haben, können sich dort also wie vorgesehen gegen das Coronavirus impfen lassen.“ Die Impftermine sollten nach Möglichkeit eingehalten werden. Mehr Infos zur Entwicklung des Corona-Virus gibt es übrigens auch in unserem Nachrichtenticker zum Thema.

10.46 Uhr. Der Winter und der Schneefall haben auch schöne Seiten – wie zahlreiche Fotos von Lesern aus Emsdetten unter Beweis stellen.

Bildergalerie

Schnee-Fotos der EV-Leser

Sonntag, 7. Februar 2021
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Foto: Melina Hövels

Foto: Melina Hövels

Foto: Melina Hövels

Foto: Melina Hövels

Foto: Remke

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Foto: Remke

Foto: Remke

Hündin Leila hat Spaß

Foto: Schmitz

Foto: Olthoff

Hündin Mira tobt im Venn.

Foto: Sue Uferkamp

Hündin Mira tobt im Venn.

Foto: Sue Uferkamp

Hündin Mira tobt im Venn.

Foto: Sue Uferkamp

Hündin Mira tobt im Venn.

Foto: Sue Uferkamp

Foto: Sue Uferkamp

Foto: Lücke

Foto: Lücke

Foto: Lammerskitten

Der zweijährige Jackson hat Spaß!

Foto: Hinz

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Welpe A nton sieht seinen ersten Schnee.

Foto: Hinze

Foto: Hampel

Foto: Hampel

Foto: Günner

Foto: Günner

Foto: Günner

Fiete und Nele sind beeindruckt: So viel Schnee!

Foto: Anja Dirkes

Foto: Feldhaus

Foto: Feldhaus

Foto: Feldhaus

Foto: Feldhaus

Blick nach Austum, vom Haus Kamp aus.

Foto: Mareen Bensmann

Foto: Middler

Foto: Middler

Foto: Middler

Wenn schon nicht in die Alpen in diesem Jahr, dann geht’s bei Paul Möllers halt auf Skiern die Wannenmacherstraße runter. Hoch ist schwerer, da fehlt doch der Lift,

Foto: Bea Steinbach-Möllers

Jamina Remke

Foto: Jamina Remke

Mein Bruder und ich haben heute ein Iglu in unserem Garten gebaut. <br /> <br /> LG Clara und Paul

Foto: Clara Quibbeldey

Adel-Nöring

10.33 Uhr. Wegen des heftigen Wintereinbruchs haben mehrere Städte und Kreise in Nordrhein-Westfalen den Busverkehr am Montag eingestellt - darunter Essen, Recklinghausen und Dortmund.

10.20 Uhr. In der Region wird heute keine Post zugestellt. Wie die Post mitteilt, wurde den Boten per Whatsapp mitgeteilt, dass die Zustellung eingestellt wird.

10.18 Uhr. Das unwetterbedingte Lastwagen-Fahrverbot auf den Autobahnen in Westfalen und im südlichen Niedersachsen wird bis Montagmittag um 12 Uhr ausgeweitet. Grund sei der anhaltende Schneefall, teilte die Autobahn Westfalen mit. Zudem seien einige Autobahnen so stark vereist, dass es derzeit unmöglich sei, die Fahrbahnen komplett eis- und schneefrei zu bekommen.

10.09 Uhr. Auch in Emsdetten fällt die Müllabfuhr wegen der Witterung aus – nicht nur heute, sondern voraussichtlich auch in den nächsten Tagen, wie die Stadt mitteilt. Für die Müllfahrzeuge sei ein Durchkommen durch die Schneemassen derzeit nicht möglich. Die Stadt Emsdetten stehe in engem Kontakt mit den Entsorgungsunternehmen und informiere, sobald feststeht, wann die Tonnen für Rest-, Bio- und Papiermüll sowie die Gelbe Tonne wieder geleert werden können. Biotonnen sollten möglichst nicht draußen stehen, da sie einfrieren. Nach Möglichkeit sollten die Tonnen bis zur nächsten Leerung in den Innenbereich, zum Beispiel in eine Garage gestellt werden. Sofern dies nicht möglich ist, sollte mit einer Schaufel o.ä. versucht werden, den Inhalt zu lösen bzw. zu lockern. Ansonsten könne die Tonne unter Umständen bei der nächsten Abfuhr nicht geleert werden.

10.02 Uhr. „Im gesamten Kreis gab es von Sonntagmorgen bis heute morgen acht Verkehrsunfälle, keine Personenschäden“, sagte Polizeisprecherin Heike Piepel. Witterungsbedingte Störungen des Verkehrs seien indes im gesamten Kreisgebiet zu vermelden gewesen. „Die Lage ändert sich halbstündlich“, so Piepel am Montagmorgen.

9.48 Uhr. Auch der Stadtbus Rheine hat seinen Betrieb eingestellt. Zumindest bis zum Mittag könnten die Busse nicht fahren, sagte Stadtsprecher Frank de Groot-Dirks auf Anfrage unseres Medienhauses. Gegen Mittag werde neu entschieden. Er sei aber wenig optimistisch, sagte er. Auch die Müllabfuhr wird in Rheine diese Woche nicht ausrücken. „Alle Mitarbeiter der TBR sind im Winterdienst“, sagte de Groot-Dirks. Aufgrund des extremen Schneefalles seien die Straßen überdies nicht sicher passierbar. Die stehengebliebenen Mülltonnen im Bereich Bioabfall werden aus Kapazitätsgründen nicht separat nachgefahren. Die ausfallende Papierabfuhr von dieser Woche wird, soweit möglich, nächste Woche nachgeholt. Falls es die Wetterverhältnisse zulassen, wird die Abfuhr von Restabfall nächste Woche routinemäßig erfolgen. Der Wertstoffhof ist für Notfälle geöffnet. Die Sperrmüllabfuhr für Mittwoch und Freitag diese Woche entfällt ebenfalls. Die Betroffenen werden über einen Alternativtermin informiert. Für Fragen stehen die TBR unter Telefon 05971/9548-716 zur Verfügung.

Foto: Jens Kampferbeck

Der Winterräumdienst ist, wie hier in Rheine-Dutum, im Dauereinsatz.

9.31 Uhr. Der Winterdienst in der Region arbeitet unter Volllast und kommt kaum gegen die Schneemassen an. Doch wie sind eigentlich die Prioritäten gesetzt? Die Technischen Betriebe Rheine (TBR) arbeiten nach vier Prioritäten:

  • Priorität 1: Alle Hauptverkehrs- und Hauptsammelstraßen inklusive Geh- und Radwege nach Verkehrsentwicklungsplan sowie Haupt-Einkaufsstraßen, Gefällestrecken und Fußgängerüberwege
  • Priorität 2: ÖPNV-Routen und verkehrswichtige Sammelstraßen inklusive Geh- und Radwege
  • Priorität 3: Sonstige Sammel- und Anliegerstraßen mit besonderen Gefahrenpunkten (z. B. Steigungen) inklusive Geh- und Radwege
  • Priorität 4: Sonstige Sammel- und Anliegerstraßen inklusive Geh- und Radwege

Nach der Straßenreinigungs- und Gebührensatzung ist nach Angaben der TBR die Winterwartung auf fast allen Gehwegen an Werktagen zwischen 7 und 20 Uhr den Eigentümerinnen und Eigentümern der angrenzenden Grundstücke übertragen. Dies gilt auch für unbebaute Grundstücke. Zugänge zu Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, zu Hydranten und zu Depotcontainerstandplätzen sind ebenfalls von Eis und Schnee zu räumen und zu streuen. In Straßen mit Anliegerreinigung müssen auch die für den Fußgängerverkehr notwendigen Übergänge und gefährliche Stellen gestreut werden. In Mehrfamilienhäusern werden die einzelnen Parteien oft vom Eigentümer oder Verwalter per Mietvertrag oder Hausordnung zum Schneeräumen verpflichtet und eingeteilt.

9.16 Uhr. Mit dem Argument, sich Winterreifen nur für eine Achse leisten zu können, hat ein Sportwagenfahrer die Autobahnpolizei Dortmund auf der A2 bei Hamm in Erstaunen versetzt.

9.03 Uhr. Es schneit ohne Unterbrechung. Auf dem Wetterradar sind weitere Schneewolken erkennbar. Schenkt man Wettervorhersagen Glauben, wird der Schneefall auch bis zum Mittag nicht aufhören. Mehr noch: Die Temperaturen sollen bis zum frühen Dienstagmorgen auf bis zu minus 17 Grad fallen.

8.40 Uhr. Auch die Müllabfuhr scheint heute nicht durchzukommen. Die Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) jedenfalls teilt mit, dass die Abfuhr wegen der teilweise chaotischen Straßenverhältnisse nicht stattfindet.

7.33 Uhr. Nach dem Schneesturm am Sonntag kommt es auch am Montagmorgen zu massiven Ausfällen im ÖPNV: Sowohl Eurobahn als auch Westfalenbahn machen auf zahlreiche Ausfälle aufmerksam. Auch der Reisedienst Veelker, der unter anderem den Bus R80 zwischen Rheine und Steinfurt betreibt, geht davon aus, am Montag bis „mindestens 9 Uhr“ nicht fahren zu können.

Die Westfalenbahn teilt mit, dass der Zugverkehr der Regionalexpress-Linie 15, die von Münster über Emsdetten und Rheine fährt, am Montagvormittag weiterhin eingestellt ist. Auch Zugfahrten der Linie RE 60 seien nur stark eingeschränkt möglich. Die Eurobahnen nach Münster sind ebenfalls größtenteils eingestellt. Auch in Intercity-Verbindungen zwischen Berlin und Amsterdam sind aktuell eingestellt.

Weitere Informationen:

Hier geht es zur Abfahrtstafel vom Bahnhof Rheine

Hier geht es zur Abfahrtstafel vom Bahnhof Emsdetten

Foto: Sebastian Kröger

6.30 Uhr. Aufgrund des starken Schneefalls in der Region ist auch die Zustellung der Tageszeitungen in weiten Teilen nicht möglich. Davon betroffen sind unter anderen auch die Münsterländische Volkszeitung und die Emsdettener Volkszeitung.

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