Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Informationen. Verstanden
Stadtwerke

Acht Jahre Heizen mit Holz

TBR investierten 2009 in erneuerbare Energien für die Umwelt

Dienstag, 6. März 2018 - 09:55 Uhr

von Newsdesk

Foto: Privat

Hier wird aus Abfall wertvolle Wärmeenergie.

Weg von fossilen Brennstoffen hin zu moderner regenerativer Energie: Mit diesem Ziel nahmen die Technischen Betriebe Rheine (TBR) im November 2009 ihre Holzhackschnitzelheizung in Betrieb. Das Konzept hat sich als Erfolg erwiesen: Die TBR sparen seitdem jedes Jahr zwischen 8.000 und 14.000 Euro Gaskosten – je nach Wintertemperaturen.

Wie genau funktioniert die Holzhackschnitzel-Anlage? Die Energie in dieser Anlage wird durch die Verbrennung von Holzhackschnitzeln gewonnen. Und davon haben die TBR mehr als genug: „Zur Verkehrssicherung schneiden wir ja regelmäßig den Baum- und Strauchbestand an den Straßen und Wegen sowie die Wallhecken“, erklärt Klaus Sickmann, Fachbereichsleiter Technische Dienstleistungen. „Früher wurde das Holz einfach im Wald liegengelassen und ist dort verrottet. Durch die Verarbeitung zu Holzhackschnitzeln eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Nutzung dieses Holzes.“ So profitieren alle – die Natur und der Mensch.

Foto: Privat

Über 400 Grad herrschen im Feuerraum.

Denn die erneuerbaren Energien sind die Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Diese bieten nicht nur einen ökologischen Vorteil, sondern auch Versorgungssicherheit. „Die TBR und damit der Bürger in Rheine profitieren unter anderem durch die wirtschaftliche Unabhängigkeit, da keine Energieressourcen mehr eingekauft und geliefert werden müssen“, so Sickmann.

Angefangen hatte alles mit einer Informationsfahrt des Forstamts Steinfurt. Die Umstellung der Wärmeversorgung auf ein zentrales Heizwerk war bereits seit einiger Zeit eine Überlegung der TBR. Dank der Fahrt konkretisierte sich die Idee: „Während dieser Fahrt wurden wir über die Chancen und Möglichkeiten von Holz als Energieträger informiert: Von den Vorteilen waren wir begeistert!“

Die Umsetzung des Projektes bedurfte dann noch einiger Abstimmung. „Am Ende wurden uns Haushaltsmittel für den Umbau zugeteilt“, sagt Sickmann. Dies vor allem aufgrund der ökonomischen und ökologischen Vorteile.

Heute heizt die Holzhackschnitzel-Heizung das Verwaltungsgebäude, das Lager, die Kfz-Werkstatt und die Fahrzeughallen der TBR. Hier stehen beispielsweise die Müllfahrzeuge, deren Hydrauliköl ab Außentemperaturen unter 5 Grad zu zähflüssig für den Einsatz wird. „Deswegen heizen wir die Fahrzeughallen, sonst bräuchten die Fahrzeuge morgens eine Stunde, bis sie einsatzbereit sind“, erklärt Sickmann. Und das alles mithilfe von etwas, das früher Abfallprodukt war.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.