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Stadtwerke

„Beratungsbedarf groß – trotz Internet“

Langjährige Kundenberaterin Irene Drees geht in Rente / Erinnerung an Ablesebücher und Lochkarten

Freitag, 31. August 2018 - 15:30 Uhr

von Newsdesk

Foto: Privat

So kennen die Kunden der Stadtwerke Irene Drees. Bald sitzt hier jemand anderes. Gerdemann

Am 1. August 1972 begann Irene Drees ihre Ausbildung zur Industriekauffrau bei den Stadtwerken Rheine. Seit 46 Jahren berät sie ihre Kunden zu allen Fragen rund um Services und Produkte der Stadtwerke. Demnächst geht sie in Rente.

„Der Beratungsbedarf ist nach wie vor groß – trotz des Internets“, so Drees. Wer denkt, junge Menschen seien nur im Netz unterwegs, der irrt sich: „Unsere Kunden sind sehr gemischt: Auch jüngere Menschen schätzen das persönliche Beratungsgespräch“. Natürlich haben die Kunden der Stadtwerke heute auch die Möglichkeit, vieles über das Internet abzuwickeln: Für das Ab- oder Ummelden oder für eine Übermittlung der Zählerstände gibt es Online-Formulare, die oft und gerne genutzt werden.

Internet – das gab’s zu Irene Drees‘ Anfangszeiten noch nicht. „Unsere Ableser gingen mit Ablesebüchern von Haus zu Haus und notierten die Zählerstände zu den darin verzeichneten Zählernummern und Kundendaten“, erinnert sie sich, „danach haben wir die Rechnungen geschrieben.“ Später dann kamen die Lochkarten, der Mikrofilm und dann, Mitte der 1980er Jahre, der Computer.

Alle Probleme löst jedoch auch der nicht: Ein persönlicher Service ist weiterhin gefragt. Bereits um 9 Uhr morgens, pünktlich zum Arbeitsbeginn, waren im Kundencenter einige Kunden anzutreffen. „Man glaubt es nicht, aber in Rheine ziehen monatlich 250 Familien um oder dazu. Sie alle brauchen unsere Hilfe – ob beim Um- oder Anmelden oder bei der Wahl des Energietarifs“, erklärt Drees. Und gerade wenn es um solch wichtige Themen geht, sei das persönliche Gespräch das A und O.

Das persönliche Gespräch ist eine Konstante in Irene Drees Berufsleben: „Bis 1999 waren wir an der Hafenbahn, dann sind wir für zwei Jahre ins Rathaus gezogen und anschließend hier ins neue Kundencenter.“ Die Kundenberatung hat sich über die Jahre entwickelt: Am Anfang stand die Abrechnung im Vordergrund, heute werden unterschiedliche Produkte (z. B. das Heizungscon-tracting) und Verträge im Kundencenter angeboten. „Neben Energie geht es auch um Beratung zu Verkehr und Bädern oder um den RheineGut-schein“, so Drees. Zusätzlich zu den Rheinensern kommen heute außerdem auch Kunden aus den umliegenden Gemeinden, in denen die Stadtwerke ebenfalls viele Haushalte mit Energie beliefern.

Der Kundenkontakt hat Drees über die Jahre enormen Spaß gemacht: Kein Tag sei wie der andere gewesen – inklusive manch einer Herausforderung, wenn sie z. B. eine Sprachbarriere überwinden musste. „Ich könnte mir nie vorstellen, in einem Büro zu sitzen und jeden Tag die gleiche Aufgabe zu haben“, erklärt die Kundenberaterin.

Gerade der Kontakt zu den Kunden, aber auch der zu ihren Kollegen wird Drees am meisten vermissen. Es herrsche immer eine gute Stimmung im Kundencenter und ihre Kollegen seien immer für sie da gewesen, wenn sie Hilfe gebraucht habe – so wie Drees für ihre Kunden und Kollegen selbstverständlich auch. Die Stadtwerke bedanken sich bei Irene Drees für jahrzehntelange Treue und ihren Einsatz.


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