Stadtwerke

Ein Job mit Technik und Menschen

Fachangestellte für Bäderbetriebe lernen bei den Stadtwerken anspruchsvollen Beruf

Freitag, 30. April 2021 - 11:05 Uhr

von Newsdesk

Foto: Privat

Die Auszubildenden Jana Laumann (l.) und Marie Dankbar mit ihrem Ausbilder Bernd Marschalck vor dem zukünftigen Schwimmerbecken. Im Hintergrund ist die Empore mit dem Dreimeterturm zu erkennen.

Für Jana Laumann steht in Kürze die Gesellenprüfung an. Vor drei Jahren hat sie ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe bei den Stadtwerken Rheine begonnen. „Zum Glück habe ich mich für Rheine entschieden – besonders jetzt mit Corona. Während Mitschüler in anderen Ausbildungsbetrieben im vergangenen Jahr kaum noch tätig werden konnten, hatten wir hier mit der Baustelle genug zu tun. Außerdem ist Bernd ein super Ausbilder“, sagt sie.

Ihre Azubi-Kollegin Marie Dankbar ist im ersten Ausbildungsjahr und kannte den Beruf des Schwimmmeisters, wie er im Volksmund genannt wird, vor allem aus ihrer Zeit bei der DLRG. „In der Schule wird man über diesen Beruf kaum informiert, dabei ist er total vielseitig“, sagt sie. Während Schwimmbadbesucher sie vor allem in ihrer Aufsichtsfunktion wahrnehmen, befassen sie sich rund 60 Prozent der Arbeitszeit ihres Ausbildungsberufs mit Chemie, Biologie, Physik, Verfahrenstechnik und Verkehrssicherung. Dazu kommt die Leitung von Kursen und Einsätze in Erster Hilfe.

„In Rheine haben wir durch den Bau im Bestand Anlagentechnik von 1958 bis 2021“, sagt Bernd Marschalck, der Ausbilder. „Es gibt nichts, was wir hier nicht direkt anhand der Praxis beibringen könnten.“ Fit muss man für den Beruf auf jeden Fall sein – nicht nur im Wasser: „Während der Freibadsanierung haben wir den offenen Filter neu befüllt“, erzählen die Azubis. „Da kam ein Lkw mit Filtermaterial im Silo und wir mussten das richtige Material in die entsprechenden Kammern füllen und dabei die Schläuche festhalten, die wegen der Kolbenpumpe immer hin und her schlugen. Das war Fitnessprogramm für die Arme.“

Manchmal werden die beiden im Bekanntenkreis bereits als Spezialistinnen anerkennt: „Der Gartenpool meines Nachbars war grün, als er in den Urlaub fuhr“, erinnert sich Jana, „da meinte er: Du kennst dich doch mit Filteranlagen aus. Kannst du mir den wieder fertigmachen?“ Konnte sie.

Bereits vor einiger Zeit hat Jana die Prüfung zum Aqua Fitness Instructor abgelegt. Der Gesellenbrief eröffnet ihr die Möglichkeit, die Meisterprüfung in ihrem Beruf abzulegen und ein Bad zu leiten oder sich in die kaufmännische Richtung zur zertifizierten Badmanagerin fortzubilden. „Fachangestellte für Bädertechnik ist einer der ganz wenigen technischen Berufe, in denen man trotzdem mit Menschen zu tun hat“, bringt Jana die Vorzüge ihres zukünftigen Berufs auf den Punkt.

In der Familie des Schwimmbadpersonals der Stadtwerke Rheine fühlen sich die beiden Azubis sehr gut aufgehoben. Für ein breites Grinsen auf beiden Gesichtern sorgt zum Beispiel die Erinnerung an die letzte Bierstaffel mit dem Team ...

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