Stadtwerke

Gemeinsam das Mikroklima verbessern

Dachbegrünung

Freitag, 9. Juli 2021 - 14:09 Uhr

von Newsdesk

Foto: Mareike Knue

Auf dem Dach des Edeka in der Neuen Mitte Dorenkamp lädt ein Dachgarten zum Entspannen und Flanieren ein.

Steinwüsten in Vorgärten sind bereits seit Längerem in der Kritik: Nicht nur wegen der Bienen, die aus Steinen keinen Honig machen können. Sondern auch wegen der Flächenversiegelung und der Optik. Zudem ist vielen bekannt, dass man seinen Straßenbaum im Sommer öfter mal gießen sollte, damit er seine Funktion als „Klimaanlage“ auch gut wahrnehmen kann. Stadt und Stadtwerke Rheine tragen viel dazu bei, das Mikroklima in Rheine zu verbessern: Während Stadtwerke als Photovoltaik-Partner agieren, engagiert sich die Stadt Rheine für eine grüne Stadt – auch im Wortsinn.

Beratung für Privatleute immer gefragter

Denn Guido Wermers, Klimaschutzmanager der Stadt Rheine, berät immer häufiger Privatleute zur Begrünung von Dächern. „Begrünte Dächer sind eine natürliche Wärmedämmung und binden Regenwasser. Durch die Verdunstung von Wasser über die Blätter kühlen und befeuchten Pflanzen außerdem die Luft“, erklärt er den Nutzen einer Dachbegrünung. Auch Starkregen richtet weniger Schaden an und die Luft wird von Schadstoffen gereinigt. „Ich wünsche mir, dass mehr Unternehmen, die ja oft sehr große und damit sehr ergiebige Dachflächen haben, diese öfter begrünen.“ Auf dem Blechdach einer Produktionshalle beispielsweise würde das Grün die Energiekosten für die Klimatisierung senken.

„Auch eine Solaranlage lässt sich mit einem Gründach vereinbaren. Dazu wählt man passende Pflanzen, die nur wenige Zentimeter hoch wachsen und genügend Raum für die Solaranlage lassen“, so Wermers. Gemeinsam mit der Stadt und den Stadtwerken Rheine können Lösungen entwickelt werden, um eine Dachbegrünung mit einer PV-Anlage zu kombinieren. Die Installation des Dachgrüns übernehmen erfahrene Garten- und Landschaftsbaubetriebe.

Extensive und intensive Begrünung

Unterschieden wird in extensive Begrünung, die nur wenige Zentimeter hoch wird, und intensive Begrünung. Damit sind Dachgärten gemeint.

Solche findet man z. B. in der neuen Mitte Dorenkamp auf dem Edeka sowie auf dem Dach des Unternehmens Kettelhack. Niedriger wächst es z. B. auf dem Dach des Ratssaals, auf dem Streichelzoo-Gebäude sowie auf der Radstation West.

Auch die Stadt Rheine setzt verstärkt auf Dach- und Fassadenbegrünung: Weil sie ein so toller Klimabeitrag sind, die Stadt schöner machen und die Stadtoptik verbessern, wird beides mittlerweile in die Quartiers- und Gebäudeplanung einbezogen.

Mehr Informationen gibt es bei Guido Wermers im Rathaus unter 05971 939-595.

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