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Stadtwerke

„Meine Portion Bewegung jeden Tag“

Dr. Jens Groß radelt täglich zur Arbeit

Donnerstag, 18. April 2019 - 10:43 Uhr

von Newsdesk

Foto: Mareike Knue

Dr. Jens Groß stellt sein Rad auf seinem persönlichen Stellplatz in der Rathaus-Tiefgarage ab, wenn er zur Arbeit fährt.

Das Thermometer zeigt fünf Grad, der Sturm peitscht die Regenströme durch die Straßen. Dr. Jens Groß ist trotzdem mit dem Rad zur Arbeit gefahren: von Hauenhorst nach Rheine über die RadBahn. Und das nicht nur wegen des Fototermins.

„Ich fahre jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit: morgens hin, mittags zurück, nachmittags wieder hin, abends zurück.“ Das macht 24 Kilometer am Tag – für andere schon eine kleine Radtour. Seine Praxis liegt in der Poststraße. Sein Rad parkt er auf seinem persönlichen Fahrrad-Stellplatz in der Tiefgarage des Rathauszentrums: trocken, videoüberwacht, komfortabel und direkt in der Stadt. Zehn Euro zahlt er im Monat dafür. Für einen Autostellplatz wäre es achtmal so viel. Grund genug, um das Rad zu wählen?

„Ich bin einfach immer schon gerne Rad gefahren, fahre Rennrad in Hauenhorst in der Radsportgruppe – das ist eine Leidenschaft und meine Portion Bewegung jeden Tag.“ Mit seinem Trekking-Bike schafft er den Weg in einer Viertelstunde; mit rund 27 Stundenkilometern fährt er so manchem E-Bike davon. Nebenbei schont er sein Auto, spart Spritkosten und schützt die Umwelt.

Foto: Mareike Knue

Mit passender Funktionskleidung geht‘s wieder ab auf die Straße.

Beim Gespräch am Stellplatz steht Groß schön trocken, aber in ein paar Minuten geht’s raus in den Regen. Wie rüstet er sich gegen Nässe, Wind und Kälte? „Ich habe Regenkleidung mit hellen Streifen, damit man mich auch im Dunkeln gut sieht, und einen hellen Helm“, sagt Groß. Kleidung nach dem Zwiebelprinzip schützt ihn im Winter vor der Kälte – und in der Praxis zieht er sich um.

Für Groß sind die Stellplätze in der Rathaus-Tiefgarage ein wertvoller Schritt in Richtung radfreundliche Zukunft. „Ich habe immer gute Räder, da möchte ich nicht, dass die einfach so an der Straße stehen, wo jeder sie umrennen kann“, sagt er. Als Mitglied des ADFC und Holland-Radtourist kennt er noch andere Maßnahmen, um mehr Räder und weniger Autos in die Städte zu holen. „Toll wäre es, wenn ich mit einer Chipkarte jederzeit mein Rad hier einstellen könnte, unabhängig von den Öffnungszeiten“, nennt er ein Beispiel, die Stellplätze in der Rathaus-Tiefgarage noch attraktiver zu machen.

Klar ist: Je mehr Menschen die Radstellplätze in der Tiefgarage nutzen, desto eher lohnt sich die Investition in solch ein System. Anreize, für den Arbeitsweg das Rad zu nehmen, gibt es immer mehr: Seit diesem Jahr gelten Steuervergünstigungen für Mitarbeiter-E-Bikes für Firmen. Dazu kommen die Programme der Krankenkassen. Und natürlich spart der Radweg vor und nach der Arbeit z. B. die Gebühr fürs Fitness-Studio, in dem man sonst vielleicht sein Workout machen würde.

Dr. Jens Groß jedenfalls wird auch weiterhin täglich das Fahrrad nehmen. Was würde er sich wünschen, um noch mehr Freude am Arbeitsweg zu haben? „Mehr Rücksicht durch Autofahrer – ich werde täglich von Autofahrern geschnitten, die beim Abbiegen keinen Schulterblick machen“, sagt er, „außerdem wär’s schön, wenn die RadBahn endlich bis zum Bahnhof ausgebaut würde.“

Persönlicher Fahrradstellplatz

Übersichtlich, trocken und sicher: Die Stellplätze in der Tiefgarage Rathauszentrum eignen sich für Radpendler, deren Arbeitsplatz in Innenstadtnähe liegt und die auf hochwertige Räder oder E-Bikes setzen. Die Konditionen haben wir hier knapp zusammengefasst:

Öffnungszeiten: Mo – Fr 7 – 19.30 Uhr, Sa 7 – 18.30 Uhr

10 Euro/Monat per Kontoabbuchung

Ansprechpartner: Birgit Birsner, b.birsner@swrheine.de, 05971 45-117; Dagmar Vehren, 05971 45-211, d.vehren@swrheine.de


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