Stadtwerke

Neue Geschäftsführer halbes Jahr im Amt

Optimistischer Blick in die Zukunft

Freitag, 12. Juni 2020 - 14:38 Uhr

von Newsdesk

Dieter Woltring

Wenn ein Team in neuer Zusammensetzung gleich zu Beginn erfolgreich durch eine Krise geht, kann das für die Zukunft nur Gutes heißen: Dorothee Heckhuis führt seit dem 1. Januar die Stadtwerke Rheine, Dieter Woltring die Energie- und Wasserversorgung Rheine. Im Interview erläutern sie, welche Ziele und Projekte sie zukünftig bei den Stadtwerken verfolgen.

Frau Heckhuis, wie alle anderen hat Sie die Pandemie überrascht. Ist mittlerweile die oft genannte „neue Realität“ eingekehrt?

Heckhuis: Mittlerweile hat sich alles eingespielt. Unser Corona-Planungsstab hat zwei Leitlinien: Fürsorge gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kundinnen und Kunden einerseits, die Versorgungssicherheit in unseren Versorgungsgebieten andererseits. Die Versorgung mit Energie und Wasser ist gesichert und wir haben keinen bestätigten Infektionsfall im Unternehmen. Auch dank der Flexibilität und des Engagements unserer Mitarbeiter konnten wir geeignete Schutzmaßnahmen entwickeln und gut umsetzen.

Dorothee Heckhuis

Herr Woltring, Corona hat Vieles verändert. Willkommen oder eher störend?

Woltring: Also, wir waren bereits auf einem guten Weg, wichtige Teilbereiche in unserem Unternehmen zu digitalisieren. Corona hat uns gezeigt, wie wichtig diese Digitalisierungsprojekte sind, so dass wir diese konsequent weiter vorantreiben werden. Einige andere Projekte hat Corona hier und da verzögert, jedoch nicht ausgehebelt.

Was kommt in den nächsten Jahren auf Sie zu?

Heckhuis: Unsere derzeitigen großen Projekte sind zum einen der Neubau des Hallenbades und zum anderen der Glasfaser-Breitbandausbau. Diese beiden Projekte berühren zwei meiner drei Hauptthemen, nämlich die Nachhaltigkeit und die kommunale Verantwortung. Mein dritterSchwerpunkt ist der Markenausbau der Stadtwerke Rheine: Wir wollen in der Region von der Bevölkerung als zukunftsfähiger Dienstleister wahrgenommen werden, nicht nur als Geschäftspartner, auch als Arbeitgeber Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Als Personalchefin liegt es mir am Herzen, Strategien zu entwickeln, die Motivation der Belegschaft aufrecht zu erhalten und zugleich neues Personal zu gewinnen.

Woltring: Die Umsetzung der Energiewende durch den regenerativen Ausbau der Energieerzeugung wird für uns weiterhin ein Thema der nächsten Jahre sein. Dafür erarbeiten wir z. B. CO2-neutrale alternative Energieversorgungskonzepte wie für das Neubaugebiet Damloup-Kaserne. Für die E-Mobilität binden wir die Ladeinfrastruktur in die Stromnetze ein und u. a. für die Vision einer „Smart City“ bauen wir die Breitbandversorgung aus. Um die Qualität und Quantität unserer Wasserversorgung zu gewährleisten, betreiben wir eine vorsorgende Grundwasserschutzpolitik und planen, die Anreicherung des Grundwassers in unseren Gewinnungsgebieten durch die Entnahme von Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal zu ergänzen.

Ist bei so vielen Zukunftsthemen die Geschäftsführung im Team nicht eine zusätzliche Herausforderung?

Heckhuis: Im Gegenteil: Die Spartenvielfalt der Gegenwart und Zukunft sowie die Vielfalt unserer Dienstleistungen sind weder zeitlich noch inhaltlich durch eine einzelne Person abzubilden. Daher ist die Teamlösung genau richtig, hier kann jeder seine fachlichen Kompetenzen und Stärken ausspielen.

Woltring: Jeder hat sein Aufgabengebiet, kann sich hier verwirklichen und seine Ideen umsetzen. Corona hat gezeigt, dass wir diese Ideen und Maßnahmen zudem erfolgreich aufeinander abstimmen können.

In der Geschäftsführung pflegen Sie die Teamlösung – sind Sie sonst auch Teamplayer?

Heckhuis: Das Miteinander mit den Kolleginnen und Kollegen war und ist immer vertrauensvoll, aber auch offen, konstruktiv und daher aus meiner Sicht sehr gut. Und auch mit dem Betriebsrat pflege ich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, das ist mir wichtig.

Woltring: Mit den Teams bespreche ich Ziele und Aufgaben, damit sie ihre Verantwortung wahrnehmen können und Freude an der Arbeit haben. Auf diese Weise bringen Kolleginnen und Kollegen auch immer wieder gute Ideen ein, die uns nach vorne bringen.

Heckhuis: Wir freuen uns auch auf unseren neuen Kollegen, Dennis Schenk, der ab dem 1. Januar unser Führungsteam ergänzt (MV berichtete.)


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