Stadtwerke

Vielfältige Nutzung – durchdachtes Konzept

Kombibad Rheine soll im Frühjahr 2022 öffnen

Freitag, 30. April 2021 - 11:07 Uhr

von Newsdesk

Foto: Privat

Wo die beiden Auszubildenden stehen, wird später eine Sprudelbrunnenfläche für Kleinkinder entstehen mit rutschfestem Tartanboden. Links die Babybecken, hinten das große Nichtschwimmerbecken mit Hubboden.

Noch nisten Tauben in den Stahlstreben unter dem Dach der Freizeithalle. In einem Jahr sollen sich hier Schwimm- und Bade-Fans tummeln. Der Rohbau des Kombibads an der Kopernikusstraße gibt bereits einen guten Einblick in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, die sich den Gästen in Zukunft bieten werden.

Das Schwimmerbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen ist von einer Tribüne eingefasst, für Zuschauer von Wettkämpfen oder die Taschenablage beim Training. Es wird ein Ein- und Dreimeter-Sprungbrett geben; Letzteres ist über eine Empore zu erreichen. Deren hinterer Teil könnte für Kindergeburtstage separiert werden. Das Nichtschwimmerbecken mit einer Länge von 16,66 Metern lässt sich ebenfalls zum Schwimmerbecken umfunktionieren und auf 1,80 Meter absenken, sodass hier regelkonform Schwimmabzeichen abgenommen werden können.

Schwimm- und Freizeithalle lassen sich durch eine Trennwand voneinander abschirmen, damit der Freizeit- nicht den Schul- oder Trainingsbetrieb stört. Die Freizeitlandschaft ergänzt ein großer Kleinkindbereich mit einer rutschfesten Sprudelbrunnenfläche, einem 15 bis 30 Zentimeter tiefen Becken und einem Eltern-Kind-Becken, in das Erwachsene bis zur Brust eintauchen können. Das Sole-Außenbecken ist ganzjährig nutzbar und sowohl von drinnen als auch von draußen zu erreichen. „Einen Einschwimmkanal gibt es allerdings aus Energieeffizienzgründen nicht“, sagt Bernd Marschalck, Leiter Kombibad.

Von draußen und drinnen zugänglich ist auch der große Rutschenturm mit einer Reifenrutsche „Magic Tube“ und einer Turborutsche. Außerdem gibt es Durchgänge zum Freibadgelände am Kiosk in der Freizeithalle sowie in der Schwimmhalle. Der Kiosk verfügt über eine Außenterrasse und Verkaufsfenster nach innen. Dazu gibt es einen weiteren Verkaufsstützpunkt am Freibad-Planschbecken ebenfalls mit einer Terrasse und Sitzstufen. Auch die Umkleidekabinenstruktur ist zeitgemäß angelegt. „Wickelplätze gibt es sowohl in den Herren- wie in den Damenkabinen“, sagt Marschalck.

Foto: Privat

Neben dem 15 bis 30 Zentimeter tiefen Babybecken (rechts) entsteht auch ein Eltern-Kind-Becken (links).

In einer separaten Kurshalle werden demnächst Aqua- oder Schwimmkurse abgehalten. Die Beckentiefe lässt sich zwischen null und zwei Metern variieren. „Nachts gehen wir auf null Meter, dann haben wir keine Verdunstung“, erklärt Marschalck, „das spart Energie.“ In den Materialräumen können die Anbieter Kursus-Equipment beckennah lagern.

Rechnet man den Freibadbereich ein, kümmert sich das Schwimmmeisterteam in Zukunft um neun Beckenkreisläufe mit jeweils unterschiedlicher Technik: Süßwasser im Freibad, Sole im Solebecken, Light-Sole im Innenbereich sowie zwei verschiedene Desinfektionsverfahren. „Unsere Auszubildenden werden hier richtig gefordert“, schmunzelt Marschalck. „Wir fahren hier demnächst eine der größten Schwimmbadanlagen im Kreis Steinfurt.“ Allein der turnhallengroße Raum, in dem die Belüftungsanlagen stehen, macht ehrfürchtig gegenüber der Technik, die für den Betrieb des Kombibades notwendig ist – von den ganzen Rohrleitungen im Untergeschoss gar nicht zu sprechen.

Auch das Freibad profitiert vom Kombibadbau: Jüngst wurde das Lummerland neugestaltet; der Spielplatz ist kaum wiederzuerkennen. Bleiben wird das beliebte Hüpfkissen, und auch zum Sonnenbaden wird ausreichend Platz sein.

Wie soll das Kombibad heißen?

Bis zum 31. Juli können alle Interessierten ihre Namensvorschläge für das neue Kombibad einreichen über ein Online-Formular auf der Stadtwerke-Internetseite oder per Teilnahmekarte. Aus den Vorschlägen wählen die Stadtwerke Rheine dann den Gewinner-Namen aus. Im Herbst wird es so weit sein und der Gewinner benachrichtigt. Dieser erhält als Preis eine Kombibad-Jahreskarte im Wert von ca. 240 Euro. www.stadtwerke-rheine.de/name

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