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Stadtwerke

„Vielseitiger Beruf mit Perspektive“

Auszubildende zu Industriekaufleuten bei den Stadtwerken über die Zukunftsfähigkeit des Berufs

Samstag, 9. September 2017 - 08:44 Uhr

von Mareike Knue

Foto: Mareike Knue

Mareike Schülting im ersten Ausbildungsjahr und Gerrit Hansmeyer im dritten absolvieren ihre Ausbildung zu Industriekaufleuten bei den Stadtwerken Rheine.

Für Gerrit Hansmeyer hat gerade das dritte Ausbildungsjahr als Industriekaufmann begonnen, Mareike Schülting ist am 1. August ganz neu als Auszubildende zur Industriekauffrau bei den Stadtwerken Rheine eingestiegen. Für beide war die Vielseitigkeit der Ausbildung entscheidend für ihre Wahl: „Als Schülerin weiß man ja noch nicht so genau, was einem liegt“, sagt Mareike. „Als Industriekaufmann kann man einfach in sehr vielen Bereichen arbeiten und sich auf verschiedene Weise weiterbilden“, ergänzt Gerrit.

Für die Stadtwerke Rheine als Ausbildungsbetrieb haben sich die beiden entschieden, weil „sie einen guten Ruf haben“ und Dienstleistungen erbringen, „die nicht verschwinden werden – Strom und Wasser brauchen die Menschen schließlich immer“, sagt Mareike. Beide sind nicht völlig unerfahren in die Ausbildung gegangen: Gerrit hat bereits in einem Praktikum bei der Stadt Emsdetten mit den dortigen Stadtwerken zusammengearbeitet, Mareike hat in den Osterferien ein freiwilliges Praktikum als Industriekauffrau in einer Firma gemacht.

An ihr Vorstellungsgespräch bei den Stadtwerken Rheine erinnert sie sich noch gut: „Ich war anfangs sehr nervös, aber bald haben wir einfach ein Gespräch geführt.“ Auch bei Gerrit war die Aufregung schnell verflogen: „Ich habe ehrlich geantwortet – so wie ich bin.“

Bei 200 Mitarbeitern hatten die beiden das Arbeitsklima nicht so familiär eingeschätzt, wie sie es nun kennen: „Das Verhältnis ist entspannt, man kommt mit jedem gut aus“, sagen sie. „Selbst der Abteilungsleiter begrüßt morgens jeden und tauscht sich kurz mit ihm aus“, ist Gerrits Erfahrung. Fragen seien jederzeit willkommen – egal wen sie ansprechen.

Foto: Mareike Knue

Gerrit Hansmeyer (Mitte) auf der Ausbildungsmesse.

Mareike ist zurzeit im Personalbüro, so lernt sie alle Mitarbeiter erst einmal kennen. „Neulich habe ich die Gehaltsabrechnungen den Abteilungen zugeordnet – bei 200 Namen war das schon eine Herausforderung.“ Gerrit gefiel der Einkauf sehr gut. Ins Schwitzen hat ihn einmal ein Bilanzvergleich gebracht: „Aber als ich dann alle Abschnitte verstanden hatte, war das ein gutes Gefühl.“ Verantwortung für Aufgaben zu übernehmen und sich selbst „reinzufuchsen“, gehört bei den Stadtwerken dazu.

Alleingelassen werden die Azubis dennoch nicht: „Im Telefonseminar haben wir Telefonate nachgespielt“, erzählt Mareike, „da habe ich gelernt, mit gestressten Kunden umzugehen und bestimmte Wörter zu vermeiden, die man oft unbewusst benutzt.“ Konzentriert anwenden wird sie diese Kenntnisse bei der Kundenbetreuung nach den Jahresendabrechnungen. „Da bekommt man aber eher Anfragen wegen einer Abschlagsänderung als wirklich schwierige Kunden“, weiß Gerrit aus Erfahrung.

Gerrit hat im Ausbildungsverlauf bereits die Ausbildungsmesse in der Stadthalle mitgemacht. Dafür wählen die kaufmännischen Auszubildenden die Werbegeschenke aus und betreuen den Stand. Mit den Azubis aus den anderen Bereichen der Stadtwerke verstehen die beiden sich gut: Mitte September treffen sich alle Azubis zum Grillen.

Wie sehen die beiden ihre Zukunft? „Ich wäre froh, wenn ich bleiben und Berufserfahrung sammeln könnte“, sagt Gerrit. Entscheiden wird sich die Frage zum Ende seiner Ausbildung. Weiterbilden möchte er sich ggf. neben dem Job. Mareike weiß noch nicht, in welchem Bereich sie später arbeiten, ob sie studieren oder sich weiterbilden möchte – aber das ist nach einem Monat Ausbildung ja auch noch etwas viel verlangt.

Eine knappe Zusammenfassung liefert Gerrit: „Mit dem Beruf als Industriekaufmann oder -frau macht man nichts falsch – mit den Stadtwerken als Ausbildungsbetrieb auch nicht. Und in Kombination sowieso nicht.“


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