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Bundesliga

Klinsmann bezeichnet seinen Rücktritt als „fragwürdig“

Mittwoch, 12. Februar 2020 - 18:40 Uhr

von dpa

Waren sich nicht über die Aufteilung von Kompetenzen einig: Michael Preetz (r) und Jüren Klinsmann. Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa) - Jürgen Klinsmann hat die Umstände seines plötzlichen Rücktritts als Trainer von Hertha BSC selbst als „fragwürdig“ bezeichnet.

Er wolle sich für die Art und Weise seiner überraschenden Demission beim Berliner Fußball-Bundesligisten nach nur elf Wochen im Amt entschuldigen, sagte der 55-Jährige in einem Videochat bei Facebook. Er hätte sich „mehr Zeit lassen sollen, mehr reden sollen mit der Hertha-Führung“, fügte Klinsmann hinzu. Die Entscheidung sei aber bereits seit Wochen in ihm gereift.

Auslöser für seinen Rücktritt seien Meinungsunterschiede über die Aufteilung von Kompetenzen zwischen ihm als Trainer und Sport-Geschäftsführer Michael Preetz gewesen. Dies habe ihm „unglaublich aufgestoßen“. Bis zuletzt habe er sich bei den Berlinern in einem vertragslosen Zustand befunden, sagte Klinsmann.

Seinen Verbleib im Aufsichtsrat von Hertha BSC ließ Klinsmann offen. „Das ist allen überlassen bei der Hertha, da habe ich gar kein Problem damit. Da sollen die Leute sagen, wie sie es wünschen“, sagte er. Bei seinem Rücktritt hatte er angekündigt, sich künftig wieder seiner Rolle im Kontrollgremium der Hertha widmen zu wollen.

Klinsmann war Anfang November durch die Tennor Holding von Geldgeber Lars Windhorst für einen Platz im Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA benannt worden, nachdem diese ihre Anteile für insgesamt 224 Millionen Euro auf 49,9 Prozent aufgestockt hatte. Dieses Amt ließ Klinsmann ruhen, als er knapp drei Wochen später den Cheftrainerposten übernahm.

Aus dem Umfeld von Geldgeber Windhorst erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass eine mögliche Rückkehr von Klinsmann in den Aufsichtsrat geklärt werden soll, wenn sich die Wogen nach seinem Rücktritt geglättet haben. Für den 13. Februar (11.30 Uhr) hat die Hertha zu einer Pressekonferenz mit Windhorst, Vereinspräsident Werner Gegenbauer und Sport-Geschäftsführer Michael Preetz geladen.


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