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Speerwurf-Ass Vetter: Erster Härtetest mit erster Impfung

Mittwoch, 5. Mai 2021 - 06:50 Uhr

von dpa

Heißer Kandidat auf eine Olympia-Medaille: Speerwerfer Johannes Vetter. Foto: Michael Kappeler/dpa

Offenburg (dpa) - Speerwerfer Johannes Vetter ist neben Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo die größte Olympia-Hoffnung der deutschen Leichtathletik. Olympia-Favorit Johannes Vetter startet mit einer ersten Corona-Impfung in seinen ersten internationalen Speerwurf-Wettkampf dieser Saison.

„Ich habe eine pflegebedürftige Person im engeren Umfeld, die ich öfter sehe. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es bei mir so schnell ging, und ich freue mich auf die zweite Impfung“, sagte der Weltmeister von 2017 der Deutschen Presse-Agentur. Für Vetter ist der Werfer-Europacup am Samstag in Split/Kroatien der erste Formtest auf dem Weg zu den Sommerspielen in Tokio und der angestrebten Goldmedaille.

Der 28 Jahre alte Offenburger war 2020 mit seinem deutschen Rekord von 97,76 Metern der herausragende Speerwerfer der Welt. Im September in Polen näherte er sich damit bis auf 72 Zentimeter an den Weltrekord des Tschechen Jan Zelezny aus dem Jahr 1996.

„Ich habe keine Nebenwirkungen gehabt bis auf einen bisschen schweren Arm“, sagte Vetter nach der Erstimpfung vor einigen Tagen. „Ich hoffe, dass für mich dann als vollständig Geimpften auch gewisse Reiseeinschränkungen und Testpflichten entfallen. Das macht einiges viel leichter.“

Wegen der Infektionsgefahr haben er und sein Coach Boris Obergföll, zugleich Bundestrainer, auf ein Trainingslager in Belek/Türkei verzichtet und sich in Offenburg vorbereitet. „Über die Wettkämpfe möchte ich jetzt auch meine Form entwickeln, die Wettkämpfe sind das beste Training. Spaß haben, genießen und versuchen, jetzt auf Weitenjagd zu gehen“, erklärte er.

Trotz der weltweiten Debatten um die Sommerspiele habe er „ein gutes Gefühl“ vor Tokio: „Es werden andere Spiele werden, aber es werden dennoch Olympische Spiele und darauf kommt es an. Wir haben die Olympischen Spiele und ich möchte die Goldmedaille holen, darauf liegt der Fokus.“ Er habe sich in der Pandemie daran gewöhnt, sich mit Regularien und Bestimmungen zu arrangieren. „Ich bin da, um einen Wettkampf zu machen. Von mir wird viel erwartet. Ich habe selber eine gewisse Zielsetzung und darauf konzentriere ich mich“, sagte Vetter.

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