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Sportmix

Tennis-Chefin Rittner befürchtet „Durststrecke“ nach Kerber

Dienstag, 21. Mai 2019 - 17:16 Uhr

von dpa

Barbara Rittner befürchtet eine „Durststrecke“ im deutschen Damen-Tennis. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa) - Die langjährige Bundestrainerin und Ex-Spielerin Barbara Rittner blickt skeptisch in die Zukunft des deutschen Damen-Tennis.

„Wir werden mit Sicherheit Durststrecken überstehen müssen“, sagte die 46-Jährige, die als „Head of Womens Tennis“ im deutschen Verband tätig ist, für die Zeit nach Topspielerinnen wie Wimbledonsiegerin Angelique Kerber oder Andrea Petkovic (beide 31) voraus.

Es sei „ein offenes Geheimnis“, dass die Generation hinter den Etablierten die Lücke nicht so einfach schließen könne, sagte Rittner am Rande des WTA-Turniers in Nürnberg. „Wir haben starke Jahrgänge von 2002 bis 2004. Ich sage den Kerbers und Petkovics immer, haltet noch ein paar Jahre durch“, berichtete Rittner, die von 2005 bis 2017 Kapitänin des deutschen Fedcup-Teams war.

Es gebe aber durchaus viele gute Ansätze und Bestrebungen, um neue Weltklassespielerinnen zu entwickeln. „Was in den letzten 15 bis 20 Jahren im deutschen Damentennis geschehen ist, ist vorzeigbar“, sagte Rittner. Wichtig sei dabei auch, dass Heimturniere wie in Nürnberg erhalten blieben. Der Hauptsponsor Nürnberger Versicherungen beendet sein Engagement nach der gerade laufenden siebten Auflage des mit 250 000 US-Dollar dotierten Events. Rittner hofft, dass sich neue Geldgeber finden, damit das Turnier auch 2020 in Franken stattfindet.


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